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In diesen Produkten steckt Plastik – und viele Verbraucher wissen es nicht

Plastikberge wie diese würden viele Verbraucher gerne verhindern. Doch die Industrie macht es ihnen schwer. (Bild: Getty Images)
Plastikberge wie diese würden viele Verbraucher gerne verhindern. Doch die Industrie macht es ihnen schwer. (Bild: Getty Images)

Bei Joghurtbechern, Shampoo-Flaschen und vielen Verpackungen ist der Fall klar: Diese Dinge bestehen aus Plastik und können, wenn auch mit Anstrengung verbunden, durch Verzicht oder den Kauf alternativer Produkte vermieden werden. Die Tücke besteht in den Dingen, die nicht auf den ersten Blick als Plastik erkenntlich sind. Und das sind weitaus mehr als die meisten wissen.

In der „Bild“-Zeitung erklärt der Experte Malte Biss vom Plastikfrei-Siegel Flustix, wie allgegenwärtig Plastik heutzutage ist. Zum Beispiel bei Papier oder dem, was wir dafür halten und es deswegen ruhigen Gewissens zum Recyclen in die Altpapiertonne schmeißen. Ein Fehler, denn oftmals handelt es sich dabei um so genanntes Thermopapier, das Kunststoffe enthält und außerdem mit dem hormonellen Schadstoff BPA (Bisphenol A) versetzt ist. Beispiele für solche Papiere sind Fahrkarten, Kontoauszüge und Kassenbons.

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Ebenfalls nicht ins Altpapier, sondern in den Restmüll gehören Verpackungen von Lebensmitteln wie Fischstäbchen, Tiefkühlgemüse oder ähnlichem. Auch sie enthalten eine dünne Schicht Plastik, damit das Fett aus der Panade oder Soße nicht durch das Papier dringt und die Verpackung auch dann noch dichthält, wenn sie beim Transport aus dem Supermarkt antaut und feucht wird. Selbiges gilt für Coffe-to-go-Becher. Diese sind mit einer Plastikschicht versehen um zu verhindern, dass der Becher durch die Flüssigkeit aufweicht. Landen solche Produkte im Altpapier und werden beispielsweise als Toilettenpapier wiederverwertet, enthält auch dieses winzige Plastikteilchen, die über das Abwasser in den Meeren enden.

Genauso läuft es auch mit dem Plastik, das in der Kosmetikindustrie eingesetzt wird. Egal, ob in Duschgels, Flüssigseife, Make-up-Entferner oder Peeling – in Deutschland ist der Einsatz von Mikroplastik in Kosmetikartikeln nicht verboten. Die billigen Stoffe, die bis zu 40 Prozent des Inhalts ausmachen dürfen, sorgen dafür, dass die Produkte sich schön weich anfühlen und kräftig schäumen. Letztendlich landet das Plastik im Meer. Zusammen übrigens mit jenem, das über Putz- und Waschmittel denselben Weg nimmt.

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Auch in der Textilindustrie bestehen viele Teile aus Polyester, sprich Plastik. Vor allem Sportartikelhersteller setzen auf das Material, das durch seine Leichtigkeit und die Fähigkeit, schnell zu trocknen, äußerst beliebt ist. Dass zum Beispiel Adidas dafür immer wieder auch aus Meeren gefischtes Plastik für Schuhe und andere Artikel verwendet, ist zwar ein schönes Signal. Letztendlich lösen sich die Fasern aber doch beim Waschen, und auch sie landen als Mikropartikel wieder in den Ozeanen.