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In diesen Branchen sieht Blackrock-CEO Larry Fink die nächsten 1000 Einhörner

·Lesedauer: 2 Min.

Grün, jung und innovativ – so stellt sich Blackrock-Chef Larry Fink die Finanzwelt von morgen vor. In seinem diesjährigen Rundschreiben an die Konzern-Manager betont der CEO des weltweit größten Vermögensverwalters, dass Gründerinnen und Gründern der Startup-Szene die Rahmenbedingungen am Markt verändert haben: „Praktisch in jedem Sektor gibt es eine Fülle disruptiver Startups, die versuchen, die Marktführer vom Sockel zu stoßen.“ Neue Finanzierungsquellen hätten den Kapitalfluss erhöht, wovon junge Unternehmen nun profitierten: „Noch nie stand so viel Geld für neue Ideen bereit. Dies verleiht der Innovationsdynamik einen kräftigen Schub.“

Fink sieht vor allem im Bereich erneuerbarer Energien Erfolgspotential für Startups. So schreibt der Blackrock-Manager, dass die nächsten 1000 Einhörner „weder Suchmaschinen noch Social-Media-Unternehmen“ sein werden, sondern „anpassungsfähige Innovatoren" wie Startups, die günstige Alternativen zu fossilen Brennstoffen entwickeln. Dafür müssten zunächst auch höhere Kosten für CO2-neutrale Technologien in Kauf genommen werden. Fink schreibt: „Dieses sogenannte 'Green Premium' zu senken, ist eine wesentliche Voraussetzung, damit ein geordneter und gerechter Übergang zur Klimaneutralität gelingt.

Grüne Unternehmensstrategie – eine Mogelpackung?

Obwohl sich der Vermögensverwalter zu mehr Nachhaltigkeit in seinem Portfolio verpflichtet, verstärkt in grüne ETFs investiert und sich seit 2020 die ESG-Kriterien von Umwelt, Soziales und Governance (gute Unternehmensführung) auf die Fahne schreibt, plant Blackrock nicht, gänzlich aus allen Öl- und Gasunternehmen auszusteigen. Dazu Fink: „Kapital aus ganzen Branchen abzuziehen oder die Finanzierung CO2-intensiver Anlagen einfach von den öffentlichen in die Privatmärkte zu verlagern, wird die Welt nicht zum Netto-Null-Ziel führen.“ Der CEO glaubt daran, dass auch bewährte Industrie- und Energie-Unternehmen dazu in der Lage seien, ihr Geschäft umzustellen und zur Dekarbonisierung beizutragen.

Nach Zahlen, die den Umweltorganisationen Reclaim Finance und Urgewald vorliegen, hält Blackrock derzeit Anteile an Kohlefirmen im Wert von mindestens 85 Milliarden US-Dollar, darunter RWE und Glencore. Zudem ergab eine Recherche des Magazins Finanztest von 2020, dass die als „nachhaltig“ eingestuften Fonds von Blackrock in 80 Prozent der Fälle am schlechtesten bei den ESG-Kriterien abschneiden. Umweltaktivisten warnen daher vor Green-Washing.

Vor vier Tagen hat das Investmentunternehmen seine Quartalszahlen für das vierte Quartal 2021 veröffentlicht – und einen neuen Rekord aufgestellt: Pro Aktie wies das Unternehmen einen Gewinn über 10,4 US-Dollar aus und konnte seinen Umsatz somit auf 5,11 Milliarden steigern. Im Vorjahresquartal betrug der Umsatz rund 4,5 Milliarden Dollar. Insgesamt soll Blackrock mehr als zehn Billionen Dollar verwalten.

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