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Diesel und Benzin auf Allzeithoch: Diese Apps sollen euch dabei helfen, dennoch den günstigsten Preis an der Tankstelle zu finden

·Lesedauer: 6 Min.

Für Pendler ist die Fahrt zur Tankstelle aktuell alles andere als ein Vergnügen. Der Diesel hat laut dem Allgemeinen Deutschen Automobil-Club (ADAC) vergangene Woche noch einmal sein Allzeithoch übertroffen und lag im Bundesdurchschnitt bei 1,560 Euro pro Liter, für Benzin kletterte der Preis auf 1,671 Euro. Dabei handelt es sich aber um Durchschnittspreise. Und Verbraucher können durchaus etwas tun, um ihre Spritausgaben möglichst niedrig zu halten. Wer beispielsweise auf den Tankzeitpunkt achtet und eher abends tankt als morgens im Berufsverkehr, spart laut ADAC pro Liter Benzin bis zu elf Cent.

Die Wahl der Tankstelle ist allerdings ebenso entscheidend. Autobahntankstellen sind dem Verein zufolge meist über 20 Cent pro Liter teurer. Wer sparen will, sollte also einen Bogen um Autobahntankstellen machen. Aber auch innerstädtisch tun sich erhebliche Preisunterschiede auf: Ein Blick in diverse Preisvergleich-Apps offenbart, dass ihr beispielsweise morgens in Berlin schon mit einem kleinen Umweg ab einem oder wenigen Kilometern im Bestfall bis zu 15 Cent pro Liter sparen könnt.

Solche Tankstellen-Apps gibt es zuhauf. Allein das Bundeskartellamt, an dessen Markttransparenzstelle die Tankstellenbetreiber ihre Preisänderungen melden und das diese Daten dann an die Informationsdienste weitergibt, listet knapp 60 Anwendungen und Webseiten, über die sich Verbraucher informieren können. Wir haben euch vier kostenlose Dienste herausgepickt, die einen Blick wert sind. Alle hier genannten Apps gibt es sowohl für iOS- als auch für Android-Handys.

ADAC Spritpreise-App

Da wäre zum einen die App des ADAC. Sie bietet eine Kartenübersicht eures aktuellen Standorts und listet die deutschen Tankstellen auf, die ihre Daten an das Bundeskartellamt liefern. Wie von Kartenanwendungen gewohnt, könnt ihr frei navigieren und zoomen und euch mit einem Klick auf eines der Tankstellen-Symbole die aktuellen Preise anzeigen lassen.

Doch damit nicht genug: Die App kann auch andere Navigationsdienste ersetzen. Sie bietet eine Routenplanung zu beliebigen Zielorten, wie man es beispielsweise von Google-Maps kennt. Auf Knopfdruck startet dann die Navigation, die euch sagt, wann und wo ihr abbiegen müsst. So weit, so bekannt. Allerdings könnt ihr während der Routenplanung Zwischenstopps einfügen, wobei die App euch eine Liste der Tankstellen entlang der Route anzeigt – die günstigste zuerst.

Ein weiterer Vorteil: Die App ist werbefrei und ihr könnt neben eurem Kraftstoff (Diesel oder Benzin) auch Favoriten speichern, also oft besuchte Orte oder Tankstellen. Nachteil ist allerdings die ausbaufähige Übersichtlichkeit. Die Tankstellen sind lediglich gelbe Punkte auf der Karte. Wo es gerade günstig ist, lässt sich so nicht auf einen Blick erkennen. Eine Liste mit den günstigsten Tankstellen im aktuellen Kartenausschnitt gibt es zwar, klickt man aber auf eines der Geschäfte in der Liste, zoomt auch die Karte dorthin – und verschiebt dadurch den Suchradius. Den ursprünglichen Umkreis müsst ihr dann durch Verschieben der Karte wieder neu auswählen – ein wenig umständlich.

Clever tanken

Eine weitere beliebte Tank-App ist Clever tanken* der infoRoad GmbH, die seit 2016 mehrheitlich zur „Auto Bild“-Gruppe des Axel Springer Auto Verlages gehört. Im Unterschied zum Angebot des ADAC gibt es zusätzlich zur App auch ein Angebot auf der Webseite des Anbieters.

Auch hier können der aktuelle Standort oder Orte beziehungsweise Postleitzahlen zur Suche verwendet werden. Standardmäßig sucht die App dann im Radius von fünf Kilometern nach Tankstellen und listet sie nach dem günstigsten Preis auf. Alternativ kann auch hier eine Kartendarstellung verwendet werden. Die bietet im Unterschied zum ADAC-Angebot zwar keine eigene Routenplanung. Um zur Tankstelle zu navigieren, wird auf Dienste wie Google Maps weitergeleitet. Dafür werden aber auf den Tankstellensymbolen bereits die Literpreise angezeigt. Wer also standortbasiert nach dem günstigsten Spritpreis sucht, könnte hiermit besser beraten sein als mit der App des ADAC.

Ein weiterer Vorteil von Clever tanken: Wer dem Verbrennungsmotor bereits abgeschworen hat, findet auch Informationen zu Ladestationen in der Umgebung. Die App ist werbefinanziert. Wenn euch die Anzeigen stören, könnt ihr sie aber für 1,99 Euro pro Jahr loswerden.

Mehr tanken

Das Angebot Mehr tanken ist Teil des Medienunternehmens Motor Presse Stuttgart, das Publikationen wie die „Auto Motor Sport“ und „Mens Health“ verlegt. Die App enthält Bannerwerbungen, die sich für 4,99 pro Jahr aber entfernen lassen. Die Bedienung ähnelt dem Angebot der Clever-tanken-App. Auch hier wird zunächst die Sprit-Art – Benzin, Diesel oder Ladesäulen – ausgewählt. In einer detaillierteren Suchfunktion könnt ihr zudem einzelne Tankstellenanbieter sowie Zahlungsmöglichkeiten an- oder abwählen und den Suchradius verändern.

Bei der Darstellung könnt ihr ebenfalls zwischen Liste und Karte wählen. Letztere ist aber noch einmal übersichtlicher als die von Clever tanken: Auch Mehr tanken zeigt die Preise direkt auf der Karte, hinterlegt die günstigsten Angebote aber zusätzlich in grün. So könnt ihr auf einen Blick den besten Literpreis in der Umgebung erkennen. Über der Liste beziehungsweise der Karte gibt der Anbieter außerdem eine allgemeine Empfehlung ab – sprich, ob ihr angesichts der aktuellen Preise sofort tanken oder lieber warten solltet.

Ein weiteres Plus ist die Detailansicht zu den einzelnen Filialen. Das bietet Clever tanken zwar auch, allerdings basieren die dort ausgeschriebenen Preise ausschließlich auf den gemeldeten Zahlen der Markttransparenzstelle des Bundeskartellamtes. Es kann immer vorkommen, dass die Preise der Zentrale nicht stimmen oder nicht mehr aktuell sind. Bei der Anwendung des ADAC und bei Clever tanken können Nutzer einen falschen Preis immerhin melden. Da die Preise zentral bezogen werden, ändert das aber nichts an der Darstellung in der App. Bei Mehr tanken werden die Meldungen der Nutzer in der Detailübersicht mit aufgeführt. Auch eigene Recherchen gibt es laut Website. So habt ihr im Zweifelsfall mehr Informationen für eure Entscheidung. Aber natürlich können auch von Nutzern gemeldete Preise falsch sein.

Benzinpreis-Blitz

Ein weiteres Angebot ist die bei Nutzern beliebte App Benzinpreis-Blitz der Mike Weißenfels Webwork GmbH. In Androids Play-Store kommt die App auf mehr als eine Million Downloads. Die Funktionen ähneln denen der Clever-tanken-App. Allerdings gibt es bei der Kartendarstellung der Tankstellen auch hier ein Ampelsystem: Der höchste Preis in der Region ist rot hinterlegt, der günstigste grün.

Vor allem aber bezieht die App ihre Daten nicht nur vom Bundeskartellamt, sondern auch von den zuständigen Behörden in weiteren EU-Ländern. Dazu gehören die E-Control Österreich, das französische Wirtschafts- und Finanzministerium sowie die entsprechenden Stellen in Spanien, Italien, Portugal und Luxemburg. Außerdem können auch hier Nutzer Preise melden. Wer also oft quer durch Europa fährt, könnte mit diesem Angebot gut beraten sein.

*Disclaimer: Die App „Clever tanken“ gehört so wie die Business Insider GmbH zur Axel Springer SE.

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