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Diese zehn Tipps helfen dabei, euch beruflich mit jedem Menschen zu vernetzen – und nachhaltig in Erinnerung zu bleiben

Netzwerken ist wichtig, um Karriere zu machen. (Symbolbild) - Copyright: Getty Images/ Luis Alvarez
Netzwerken ist wichtig, um Karriere zu machen. (Symbolbild) - Copyright: Getty Images/ Luis Alvarez

Möchte man heutzutage seine Karriere vorantreiben, ist es unabdingbar, zu netzwerken. Das meint im beruflichen Kontext, dass man nützliche Kontakte knüpft. Diese Kontakte dienen bestenfalls dem Wissensaustausch, eignen sich als Kooperationspartner oder verhelfen euch, im Job aufzusteigen. Es geht also darum, sich das sprichwörtliche Vitamin B aufzubauen. Doch wie netzwerkt man eigentlich richtig? Wir haben zehn Tipps für euch, die ihr beim nächsten Networking-Event anwenden könnt.

Netzwerken: Wie wichtig ist das überhaupt?

Der Büromittellieferant Viking hat 2019 zusammen mit dem Meinungsforschungsinstitut Onepoll eine Erhebung mit 1000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern zum Thema Netzwerken durchgeführt. Dabei stellten sie fest, dass nur etwa jeder Dritte „Business Networking“ betreibt. Ganze 65 Prozent gaben an, überhaupt nicht zu netzwerken.

Allerdings gaben nur etwa 36 Prozent der Befragten an, nicht am Netzwerken interessiert zu sein. Die meisten sind sich demnach darüber einig, dass solch ein berufliches Netzwerk durchaus gewinnbringend sein kann. Woran hapert es also? Neben Zeitmangel (30 Prozent) gaben andere mangelnde Möglichkeiten, wie zum Beispiel Events, an (elf Prozent).

Sicher ist aber, dass sich das Netzwerken durchaus lohnen kann. So zeigt die Erhebung auch, dass vor allem Karrieretage und Rekrutierungmessen sich auszahlen. 42 Prozent der Männer und 30 Prozent der Frauen sagten, dass sich hier bereits berufliche Chancen für sie ergeben hätten.

Zehn Tipps für erfolgreiches Netzwerken

Netzwerken kann durchaus karrierefördernd sein, so viel steht fest. Doch wie gelingt das Netzwerken eigentlich richtig? Wie verhält man sich auf einem Networking-Event? Und wie bleibt man nachhaltig in Erinnerung? Das amerikanische „Entrepreneur“-Magazin hat hierfür zehn Tipps zusammengetragen:

Erstens: Aufmerksamkeit
Beim richtigen Netzwerken geht es in erster Linie darum, dem Gegenüber richtig zuzuhören. Achtet dabei auf Details und greift diese gegebenenfalls für Rückfragen wieder auf. Zeigt eure ungeteilte Aufmerksamkeit, indem ihr die Finger vom Smartphone lasst und Augenkontakt haltet. Wer im Raum nach weiteren potenziellen Gesprächspartnerinnen oder -partnern sucht, wirkt desinteressiert und mitunter unhöflich.

Zweitens: Nonverbale Kommunikation
Nicht nur was ihr sagt, ist entscheidend, sondern auch, wie ihr es sagt. Nonverbale Kommunikation hat einen großen Einfluss darauf, wie wir Menschen wahrnehmen – und wie wir selbst wahrgenommen werden. Verschränkt ihr etwa eure Arme, baut das eine Barriere zu eurem Gegenüber auf. Lächelt ihr dagegen, lässt euch das geselliger wirken. Gestikuliert ihr viel, schätzen euch Menschen zudem als offen und extrovertiert ein.

Drittens: Namen
Auf einem Networking-Event lernt man zig neue Menschen kennen. Sich hier alle Namen zu behalten, ist gar nicht mal so leicht – aber enorm wichtig. Spricht man andere Menschen nämlich mit ihrem Namen an, fühlen die sich anerkannt und willkommen. Am besten ist es daher, ihr baut euch Eselsbrücken für die Namen, die ihr auf dem Event hört. Hierbei kommt es euch zugute, wenn ihr Details im Gespräch aufgeschnappt habt, die ihr mit dem Namen verknüpfen könnt. Je öfter ihr den Namen am Abend ins Gespräch einfließen lasst, desto besser könnt ihr ihn euch zudem merken. Hier gilt aber: Die Dosis macht das Gift.

Viertens: Geschichte
Möchte man richtig netzwerken, ist es wichtig, anderen Menschen im Gedächtnis zu bleiben. Das gelingt, indem man eine persönliche Geschichte über sich teilt – und das hat gleich zwei Vorteile. Erstens ist eine persönliche Geschichte bei einem Networking-Event erfrischender als trockene Zahlen, Daten und Fakten, die sich ohnehin kaum jemand merken wird. Zweitens bietet eine persönliche Geschichte die Möglichkeit, zu zeigen, was einem wichtig ist, welche Überzeugungen man hat und wo man hinwill. Am besten beinhaltet die Geschichte Schlüsselmomente der Karriere, schließt andere Personen mit ein und macht deutlich, wer ihr seid.

Fünftens: Wert
Möchte man in Erinnerung bleiben und geschätzt werden, sollte man versuchen, sich als wertvoll zu erweisen. Anderen im Kleinen einen Dienst zu erweisen, lässt euch großzügig wirken und hilft letztlich nicht nur der fremden, sondern auch der eigenen Karriere. Wie das gelingen soll? Indem man etwa auf offene Stellen hinweist, anbietet, Kontakte zu vermitteln oder eine Empfehlung für einen interessanten TED-Talk gibt. Wusstet ihr, dass ihr euch auch sympathisch macht, wenn ihr andere um einen Gefallen bittet? Dahinter steckt der sogenannte Benjamin-Franklin-Effekt.

Sechstens: Vorbereitung
Richtiges Netzwerken ist nie nur oberflächlich. Viele Gespräche können in die Tiefe gehen und verlangen nach immer neuen Impulsen. Vorbereitung ist daher alles. Gerade wenn ihr merkt, dass euch Improvisation so gar nicht liegt oder ihr nicht tief genug im Thema der kommenden Veranstaltung steckt, solltet ihr Nachforschungen anstellen. Bereitet euch auf die Gäste und Unternehmen vor, die ihr bereits auf der Teilnehmerliste entdeckt habt.

Am besten überlegt ihr euch vorab einige Fragen, die ihr unbedingt stellen wollt. Kommt das Gespräch ins Stocken, können euch genau diese Fragen helfen, es am Laufen zu halten. Idealerweise sind diese Fragen nicht zu persönlich, gehen aber dennoch in die Tiefe und regen zum Nachdenken an. Die daraus resultierende bedeutungsvolle Konversation baut bestenfalls eine Verbindung zwischen euch und eurem Gegenüber auf.

Siebtens: Outfit
Bereits die Erzählung Gottfried Kellers machte deutlich: "Kleider machen Leute". Zahlreiche Erhebungen bestätigen zudem, dass unser Outfit nicht nur Einfluss auf unser eigenes Denken, sondern auch auf das Denken anderer hat. Genau das solltet ihr euch beim Netzwerken zunutze machen. Zwar solltet ihr euch stets den Gegebenheiten der Veranstaltung fügen. Wollt ihr im Gedächtnis bleiben, solltet ihr aber den Business-Dresscode etwas individualisieren. Das gelingt etwa, indem ihr eure Lieblingssneaker zum (Hosen-)Anzug tragt, auf auffällige Farben setzt oder Accessoires tragt, die euch von der Masse abheben. Die Devise dabei: Bringt die Leute mit eurem Look zum Lächeln, sorgt aber dafür, dass sie nicht über euch lachen.

Achtens: Persönlichkeit
Beim Netzwerken solltet ihr möglichst eure Gedanken, Überzeugungen und Ziele einbringen. Das löst bei eurem Gegenüber Neugier aus und macht es ihnen leichter, euch in Erinnerung zu behalten. Hütet euch dabei aber davor, stundenlange Vorträge zu halten. Es geht zwar darum, eure Leidenschaft offenzulegen, am Ende sollten jedoch immer Gespräche auf Augenhöhe stehen.

Neuntens: Offenheit
So wie ihr euch darüber freut, eure Gedanken und Ideen teilen zu können, freuen sich auch andere Menschen, das zu tun. Hört ihnen zu und lasst euch auf das Gesagte ein. Zeigt euch lernbereit und offen. Am wichtigsten dabei: Unterbrecht euer Gegenüber nicht, um ihn mit einer ähnlichen Geschichte zu übertrumpfen.

Zehntens: Dankbarkeit
Zu guter Letzt gelten beim Netzwerken die gleichen Regeln wie im Leben: Zeigt euch aufrichtig, einfühlend, freundlich, dankbar und höflich. Wer sich gegenüber anderen positiv und aufmunternd gibt, wird mit Sicherheit neue Kontakte für sein berufliches Netzwerk knüpfen.

Richtig Netzwerken und in Erinnerung bleiben

Wer sich mit Menschen vernetzt, die ähnliche Ziele verfolgen oder bereits dort sind, wo man selbst mal stehen möchte, profitiert enorm. Ein qualitativ hochwertiges Netzwerk lässt einen beispielsweise aus fremden Fehlern lernen – und verhindert so eigene. Bis es zu einem solch tiefen Wissensaustausch kommt, steht jedoch die erste Phase des Netzwerkens: das Kennenlernen. Die oberen zehn Tipps können dabei helfen, diese Phase mit Bravour zu meistern und anderen nachhaltig in Erinnerung zu bleiben.

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