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Diese vier Nahrungsergänzungsmittel können tödlich sein, wenn ihr sie mit verschreibungspflichtigen Medikamenten kombiniert

Vitamine sind wichtig für den Körper, denn er benötigt sie für verschiedene Prozesse, wie zum Beispiel zur Regulierung des Herzschlags oder zur Wundheilung. Im Allgemeinen bekommen wir die meisten der benötigten Vitamine über eine ausgewogene Ernährung, aber bei schwerem Mangel können Ärzte Nahrungsergänzungsmittel empfehlen oder verschreiben. Die Zentralstelle für Krankheitskontrolle und -prävention (Centers for Disease Control and Prevention) in den USA hat beispielsweise festgestellt, dass viele Menschen vor allem einen Mangel an Vitamin B6, Eisen und Vitamin D aufweisen.

Vor allem während der Pandemie wurden mehr Nahrungsergänzungsmittel, einschließlich Vitaminen, verkauft. Doch Vorsicht: Die Einnahme kann in Verbindung mit einigen verschreibungspflichtigen Medikamenten gefährliche gesundheitliche Folgen haben.

Robert Alesiani, Chief Pharmacotherapy Officer bei Tabula Rasa Healthcare, sprach über die alltäglichen Vitamine, die in Kombination mit bestimmten verschreibungspflichtigen Medikamenten tödlich sein können. „Es ist immer gut, wenn euer Arzt oder Apotheker die Nahrungsergänzungsmittel kennt, die ihr in Verbindung mit euren verschreibungspflichtigen Medikamenten einnehmt", sagte Alesiani.

Die Kombination von Johanniskraut mit HIV- oder Posttransplantationsmedikamenten könnte tödlich sein.

Johanniskraut ist ein pflanzliches Heilmittel, das häufig bei Depressionen verschrieben wird. Einige Studien haben ergeben, dass Johanniskraut die Symptome von Depressionen bei Patientinnen und Patienten mit leichten bis mittelschweren depressiven Phasen verbessert.

Laut Alesiani kann das Kraut die Produktion von Enzymen und Proteinen im Darm, in der Leber und in den inneren Organen anregen, die die Aufnahme von Medikamenten im Körper beschleunigen. Die schnelle Aufnahme kann wiederum die Wirksamkeit von Arzneimitteln verringern, da der Körper die Medikamente zu schnell ausscheidet, bevor sie überhaupt wirken können.

Alesiani fügte hinzu, dass Johanniskraut aber auch Schaden anrichten könnte, indem es die Wirksamkeit antiviraler Medikamente – sogenannter Proteasehemmer, die die Vermehrung von HIV-Zellen im Körper blockieren – verringert. Außerdem könne die Kombination einiger Antidepressiva mit Johanniskraut das Risiko einer Serotonintoxizität erhöhen, die zu Durchfall, Fieber, Krampfanfällen und manchmal zum Tod führen könne, warnt die Mayo Clinic.

Kalzium-, Aluminium- und Eisenpräparate tragen eine positive Ladung, die die Aufnahme von Antibiotika blockiert

Kalzium-, Aluminium- und Eisenpräparate tragen alle eine positive Ladung, ein sogenanntes Kation. Dieses kann sich an verschiedene Antibiotika, die zur Behandlung einer Reihe von Krankheiten wie Lungenentzündung, Blaseninfektionen und Pest eingesetzt werden, binden und deren Aufnahme teilweise blockieren können.

"Wenn ein Patient Antibiotika gegen eine Infektion einnimmt, aber gleichzeitig Kalziumpräparate einnimmt, kann dies die Aufnahme der Antibiotika blockieren – und der Patient erhält möglicherweise nicht die ausreichende Menge, die er zur Behandlung der Infektion benötigt", so Alesiani.

Zu den Antibiotika, die in Kombination mit diesen Ergänzungsmitteln weniger wirksam sind, gehören:

Ciprofloxacin, ein Medikament, das zu den Fluorchinolonen gehört, einer Klasse von Antibiotika. Es wird zur Behandlung bakterieller Infektionen in vielen verschiedenen Teilen des Körpers eingesetzt.

Ofloxacin, ein Arzneimittel, das zur Klasse der Fluorchinolone von Antibiotika gehört. Ofloxacin kann Lungenentzündung, Blasen- und Prostata-Infektionen behandeln.

Demeclocyclin, ein Medikament, das zur Klasse der Tetracycline gehört. Demeclocyclin kann Atemwegsinfektionen, Haut- und Augeninfektionen sowie Infektionen behandeln, die durch Zecken, Läuse und Milben übertragen werden.

Omadacyclin, ein Medikament, das zur Klasse der Tetracycline gehört, die zu den Antibiotika gehören. Omadacyclin kann zur Behandlung von bakteriellen Lungenentzündungen und akuten bakteriellen Infektionen der Haut und Hautstrukturen eingesetzt werden.

Kaliumpräparate in Kombination mit Herzmedikamenten können zu gefährlichen Bluthochdruck führen

Kalium hilft dem Körper, den Herzschlag zu regulieren, den Blutdruck zu senken und die Muskel- und Nervenfunktion zu unterstützen. Zu viel Kalium kann zu schädlichen Veränderungen des Herzrhythmus führen und die Nierenfunktion beeinträchtigen.

Alesiani sagte, dass Kaliumpräparate, die in Verbindung mit Medikamenten zur Behandlung von Herzproblemen eingenommen werden, dazu führen können, dass der Blutdruck auf gefährliche Werte ansteigt. Zu diesen Medikamenten gehören ACE-Hemmer und Angiotensin-Rezeptorblocker - die die Venen und Arterien entspannen, um den Blutdruck zu senken -, Aldosteron-Antagonisten und andere kaliumsparende Diuretika, die den Bluthochdruck behandeln, indem sie den Körper dazu bringen, überschüssiges Salz auszuscheiden, damit das Herz leichter Blut pumpen kann.

Vitamin K kann die Wirksamkeit von lebensrettenden Medikamenten zur Verhinderung von Blutgerinnseln verringern oder verstärken

Vitamin K wird für eine Vielzahl von Funktionen verwendet, wie beispielsweise zur Erhaltung der Knochenstärke und zum Schutz vor Herzkrankheiten. Es ist außerdem besonders wichtig für die Wundheilung: Das Vitamin verwandelt Blut von einer Flüssigkeit in eine gelartige Konsistenz, die dann einen Schorf bildet und den Körper am Verbluten hindert.

Menschen, die einen Herzinfarkt erlitten oder ein gefährliches Blutgerinnsel in der Lunge oder in den Venen gebildet haben, wird der Wirkstoff Warfarin verschrieben, der die Gerinnung hemmt. Die Einnahme von Vitamin-K-Präparaten zusammen mit Warfarin würde die Wirksamkeit dieses Medikaments entweder verringern oder verstärken, so Alesiani, und damit das Risiko einer gefährlichen Gerinnung oder Blutung erhöhen.

"Die Tatsache, dass Vitamine und andere Medikamente rezeptfrei erhältlich sind, bedeutet nicht unbedingt, dass sie in allen Fällen als sicher gelten", so Alesiani. Falls ihr euch unsicher über die Einnahme bestimmter Ergänzungsmittel oder Medikamente seid, solltet ihr euren zuständigen Arzt fragen. Und: Lest euch vor der Einnahme gründlich den Beipackzettel durch.

Dieser Text wurde von Lisa Ramos-Doce aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

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