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Diese Liste zeigt euch, ob eure Bank schon die Negativzinsen gestrichen hat – ein Wechsel lohnt sich meist trotzdem nicht

Unter den 17 Banken, die ihre Konditionen an die Zinswende der EZB anpassen, sind zahlreiche Volksbanken. - Copyright: picture alliance/dpa | Bernd Weißbrod
Unter den 17 Banken, die ihre Konditionen an die Zinswende der EZB anpassen, sind zahlreiche Volksbanken. - Copyright: picture alliance/dpa | Bernd Weißbrod

Die Europäische Zentralbank (EZB) will die Zeit der Negativzinsen beenden. Am vergangenen Donnerstag verkündete sie, den Leitzins in zwei Zinsschritten anheben zu wollen. Auch der Einlagezins, zu dem sich Banken untereinander Geld leihen können, könnte bis September von -0,5 Prozent auf 0,0 Prozent steigen.

Diese Bekanntmachung schlug hohe Wellen und verleitete unter anderem die Deutsche Bank dazu, ihren Negativzins um 0,25 Prozentpunkte anzuheben – ganz weg ist er hier also noch nicht. Ab 50.000 Euro auf dem Konto zahlt ihr dann nur noch -0,25 Prozent Verwahrentgelt.

Eine andere namhafte Bank, die Direkt-Bank ING, schien bereits vor dem Versprechen der EZB, die Zinsen anzuheben, sicher zu sein, dass dieser Schritt kommen würde. Sie verkündeten schon vorher den Freibetrag anzuheben. Ein Verwahrentgelt wird demnach erst ab 500.000 Euro auf dem Konto erhoben – was die allermeisten Kunden also vom Negativzins befreien dürfte.

18 Banken verbessern schon jetzt die Konto-Konditionen

Insgesamt 18 Banken haben bis jetzt Zinserhöhungen oder ein massives Anheben der Freibeträge angekündigt. Das ergab eine Auswertung des Vergleichsportal Verivox für Business Insider. Bei einigen gelten die neuen Konditionen sofort, bei anderen dann ab dem 01. Juli.

Sechs Banken gehen sogar einen Schritt weiter und streichen schon jetzt die Negativzinsen vollumfänglich für alle Kunden. Darunter die Raiffeisenbank Kalbe-Bismark, Raiffeisenbank Weißenburg-Gunzenhause, Volksbank Bremerhaven-Cuxland, Volksbank Schwarzwald-Donau-Neckar, VR-Bank Mittelfranken West und die VR-Bank Rhein-Neckar.

Wechsel der Hausbank eher nicht sinnvoll

Auffällig ist, dass besonders viele Volksbanken die Konditionen für ihre Kunden verbessern. Das liegt unter anderem an dem starken Wettbewerb untereinander – in den eigentlich auch die Sparkassen involviert sind.

Markus Demary, Ökonom beim Wirtschaftsinstitut IW in Köln, weiß: Die Sparkassen und Genossenschaftsbanken sind durch ihr Geschäftsmodell auf die Einlagen ihrer Kunden angewiesen. „Der Wettbewerb ist hier so stark, dass sobald ein Institut die Zinsen für ihre Konten anhebt, die meisten innerhalb weniger Tage nachziehen“, sagt er im Gespräch mit Business Insider.

Wer sich schon in den letzten Jahren über Negativzinsen geärgert hat und jetzt diese Tabelle sieht – möglicherweise ohne seine Bank – dürfte jetzt erneut über einen Wechsel der Hausbank nachdenken. Warum nicht zu einem Institut wechseln, dass flott reagiert hat und die Konditionen der Kunden kulant angepasst hat?

Doch das wäre übereilt. Denn auch andere Banken dürften zeitnah nachziehen, denn in den meisten Fällen sind die Zinsen der Kunden auch an die Zinsen der EZB gekoppelt. Sollte die EZB die Zinsen tatsächlich im Sommer anheben, werden spätestens dann auch alle anderen Banken nachziehen. Die Hausbank – aus diesem Grund – zu wechseln, wäre also unnötig, denn die Zeit der Negativzinsen scheint tatsächlich vorbei zu sein. Wie lange die Zeit der Zinsen bei null Prozent oder knapp darüber allerdings andauert, wird sich zeigen müssen.

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