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Neue Impfstoff-Lieferpläne des Bundes: Diese Kurve macht Hoffnung auf den Sommer

Lars Petersen
·Lesedauer: 2 Min.
BIs Ende Juni sollen nach Deutschland wöchentlich etwa 4,8 Millionen Impfstoffdosen verimpft werden
BIs Ende Juni sollen nach Deutschland wöchentlich etwa 4,8 Millionen Impfstoffdosen verimpft werden

Es sind Zahlen, die erstmal optimistisch stimmen: Das Bundesgesundheitsministerium hat abermals neue Impfstoff-Lieferpläne an die Länder verschickt. Sie liegen Business Insider vor.

Aus ihnen geht hervor: Von Mitte April an bis Ende Juni geht die Kurve mit den verfügbaren Dosen in Deutschland nach oben. Sind für diese Woche rund 3,2 Millionen Dosen geplant, sollen es in der letzten Juni-Woche etwa 6 Millionen sein. Im Schnitt liefern die verschiedenen Hersteller wöchentlich also etwa rund 4,8 Millionen Impfstoffdosen nach Deutschland, bis Ende Juni insgesamt rund 53 Millionen.

Die Zahlen machen Hoffnung auf einen möglichen Sommerurlaub. Denn allein mit den noch erwarteten Dosen bis Ende Juni könnten mehr als 26 Millionen Menschen voll geimpft werden. Bis jetzt haben 5,6 Millionen die bislang notwendigen beiden Impfstoff-Spritzen und damit den vollen Schutz erhalten. Bis Ende Juni könnte folglich fast die Hälfte der Bevölkerung über 18 Jahren geimpft sein.

Zur Wahrheit gehört aber auch: Die Lieferpläne sind nicht verlässlich. Zuletzt musste das Bundesgesundheitsministerium die erwarteten Mengen vor allem von AstraZeneca und Moderna deutlich nach unten korrigieren. Erklärungen, dass sich Lieferungen ja nur um eine Woche nach hinten verschieben, erwiesen sich als falsch. Stattdessen meldeten die Hersteller teilweise extrem kurzfristig Lieferprobleme, die aber von außen betrachtet kaum nachzuvollziehen sind.

Und: Ob die Lieferungen auch tatsächlich jede Woche vollumfänglich verimpft werden, ist offen. Zuletzt hatten vor allem die Impfzentren Millionen-Reserven an Dosen angesammelt, um die Lieferengpässe auszugleichen.

Eine mögliche Lösung, Impfungen komplett in Arztpraxen zu übernehmen, scheitert bislang am Widerstand der Politik vor allem in den Ländern. Dabei kosten die etwa 400 Impfzentren viel Geld - bis zu 700 Millionen Euro pro Monat. Nach Aussage der Kassenärztlichen Bundesvereinigung könnten in Arztpraxen wöchentlich problemlos bis zu 5 Millionen Dosen verimpft werden.

Die Lieferlisten für die Impfzentren der Länder

Die Lieferlisten für Arztpraxen und Betriebsärzte