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Diese drei Ausgaben solltet ihr sofort reduzieren, um zu sparen, laut einem Supersparer

 - Copyright: Ippei Naoi/Getty
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Die neue Netflix-Doku „Get Smart With Money“, zu Deutsch: "Der smarte Umgang mit Geld", dreht sich um eine Gruppe von „Mentees“, die jeweils ein Jahr lang einen der serieneigenen vier Finanzexperten an die Seite gestellt bekommen.

Auch das gutverdienende Ehepaar Kim und John aus dem US-amerikanischen Bundesstaat Colorado suchte die Hilfe des Spar-Experten Pete Adeney. Und er soll es wissen: Der Supersparer, auch bekannt als Mr. Money Mustache, ging schon mit 31 Jahren in den Ruhestand.

John ist Hausmann und Vater, Kim ist Psychotherapeutin und Life Coach für Frauen, und verdient damit rund 300.000 US-Dollar im Jahr. Bevor sie Adeney kennenlernten, betrugen ihre monatlichen Ausgaben 13.000 Dollar. „Jedes Mal, wenn wir mehr Geld verdienen, geben wir auch mehr Geld aus“, so Kim. „Ich möchte auf die andere Seite des Spektrums gehen und lernen, wie man spart. Aber wir brauchen definitiv jemanden, der uns hilft“.

Kathleen Elkins
Kathleen Elkins

Das Ziel des Ehepaars: Das A und O des Investierens und Sparens lernen und damit eventuell sogar die Rente um einige Jahre vorziehen. Und tatsächlich konnte das Paar am Ende des Jahres, in dem sie mit Adeney zusammenarbeiteten, positive Bilanz ziehen. Ganze 8000 Dollar sparten die beiden pro Monat. Das gesparte Geld investierten sie hauptsächlich in Indexfonds und Aktien.

Die folgenden drei Spartipps haben ihnen dabei geholfen.

Amazon-Einkäufe

Adeney machte Kim und John gleich zu Beginn deutlich, dass sie das 25-Fache ihrer jährlichen Ausgaben auf ihren Investitionskonten sparen müssten, bevor sie ihre Jobs aufgeben und in den vorgezogenen Ruhestand gehen könnten. „Es ist nicht wirklich euer Einkommen, das zählt. Es sind eure Ausgabenentscheidungen“, erklärte Adeney in der Doku.

Das Pärchen gab Adeney eine detaillierte Aufstellung ihrer Ausgaben, aus der hervorging, dass die beiden allein schon 2.000 Dollar pro Monat für Amazon-Einkäufe auf den Kopf hauen. Kim gab zu, dass sie Kleidung und Spielzeug für die Kinder gekauft habe, um sich nach einem langen Arbeitstag zu „belohnen“. Aber sie zeigte sich bereit, diese Gewohnheit abzulegen.

„Ich habe definitiv meine Einstellung zu Amazon und zum Shoppen geändert, weil wir ein wirklich solides Ziel haben, auf das wir hinarbeiten. In den nächsten fünf, sechs, sieben Jahren in Rente gehen zu können, ist eine viel größere Belohnung als alles, was ich mir kaufen könnte“, so Kim. Nach drei Monaten gab das Paar im Durchschnitt nur noch 168 Dollar für Amazon-Einkäufe aus.

Lebensmitteleinkäufe

Bevor sie mit Adeney zusammenarbeiteten, gaben Kim und John 1200 Dollar pro Monat für Lebensmittel aus. „Das sind Ausgaben auf Bankettniveau für eine kleine Familie“, erklärte Adeney ihnen. „Das ist, als ob ihr euch königlich ernähren würdet.“

Adeney zeigte ihnen, wie sie bei Großeinkäufen für jede Mahlzeit pro Portion Geld sparen können. Und tatsächlich: Nach den ersten drei Monaten konnte das Paar seine Ausgaben für Lebensmittel auf nur 1000 Dollar pro Monat reduzieren.

Adeney sagte, dass er das Gefühl gehabt habe, er müsste das Paar noch mehr dazu drängen, beim Lebensmitteleinkauf zu sparen. Aber letztendlich war er zuversichtlich, dass sich ihre Ausgabengewohnheiten mit der neuen Denkweise mit der Zeit von allein verbessern würden.

Immobilien

Für ihr großes Haus in Colorado leisteten Kim und John jährlich 36.000 Dollar Hypothekenzahlungen. Nachdem sie neun Monate lang versucht hatten, so sparsam wie möglich zu leben, beschlossen sie, die Ausgaben für ihr Haus zu verringern – denn das verursachte mit Abstand die meisten Kosten.

„Es fühlt sich so an, als hätten wir viele einfache Dinge getan, wie weniger Ausgaben bei Amazon, bewussteres Einkaufen von Lebensmitteln. Also haben wir beschlossen, unser Haus hier in Colorado aufzugeben“, erklärte John. Sie planen, ihr Haus in Colorado zu vermieten und mit dem Gewinn die Hypothek für ihr neues, kleineres Haus abzuzahlen.

Abschließend sagte Adeney: „Das ultimative Ziel von Geld ist es, nicht darüber nachdenken zu müssen. Wenn man wenig Geld ausgibt, lösen sich alle anderen Probleme in Luft auf.“

Disclaimer: Mathias Döpfner, CEO des Mutterkonzerns von Business Insider, Axel Springer, ist Mitglied im Netflix-Vorstand.

Dieser Artikel wurde von Lara Hansen aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.