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Diese 4 Aktien machen 70 % des Portfolios von Warren Buffett aus

·Lesedauer: 6 Min.
Warren Buffett Geschäftsführer Berkshire Hathaway Orakel von Omaha

Wichtige Punkte vorab:

  • Laut Warren Buffett ist Diversifizierung nur dann notwendig, wenn man nicht viel Ahnung hat.

  • Vier große Unternehmen machen 223 Mrd. US-Dollar des investierten Vermögens von Berkshire Hathaway in Höhe von insgesamt 316 Mrd. US-Dollar aus.

Es besteht kaum ein Zweifel daran, dass Berkshire Hathaways (WKN: A0YJQ2) CEO Warren Buffett einer der größten Investoren aller Zeiten ist. Seit seinem Amtsantritt als CEO im Jahr 1965 hat er für die Aktionäre einen Wert von über 500 Mrd. US-Dollar geschaffen und für die Aktien von Berkshire Hathaway eine durchschnittliche jährliche Rendite von 20 % erzielt. Das ist eine Gesamtrendite von mehr als 2.800.000 % mit Stand 31. Dezember 2020.

Bei einer solchen Erfolgsbilanz sollte es niemanden überraschen, dass die Wall Street und die Anleger mit Spannung die 13F-Einreichung des Orakels von Omaha an die Securities and Exchange Commission erwarten. Ein 13F bietet in jedem Quartal eine Momentaufnahme dessen, was Buffett und sein Investmentteam gekauft und verkauft haben.

Nach Bereinigung um Buffetts Käufe und Verkäufe im zweiten Quartal ist eines ganz klar ersichtlich: Das Orakel von Omaha glaubt nicht unbedingt an Diversifizierung. Nur vier Aktien im Portfolio von Berkshire Hathaway machten am vergangenen Wochenende 70 % des investierten Vermögens von 316 Mrd. US-Dollar aus.

Apple: 42,5 % des investierten Vermögens (134.491.280.983 US-Dollar)

Apple (WKN: 865985) wird von Warren Buffett oft als Berkshires drittes Unternehmen bezeichnet. Diese Aussage macht noch mehr Sinn, wenn man bedenkt, dass Berkshires Anteil an Apple einen atemberaubenden Wert von 134,5 Mrd. US-Dollar hat und etwas mehr als 42 % des Portfolios seines Unternehmens ausmacht.

Ein Grund für den überwältigenden Erfolg von Apple ist sein Markenimage. Jedes Mal, wenn ein neues Produkt auf den Markt kommt, stehen die Kunden Schlange vor den Geschäften. Laut einer Studie von Visual Capitalist ist Apple die wertvollste Marke weltweit, kein anderes Unternehmen kommt auch nur ansatzweise in die Nähe.

Apple profitiert auch in hohem Maße von der Umstellung auf 5G sowie von Abonnementdiensten. In den letzten neun Monaten hat Apple 153,1 Mrd. US-Dollar mit dem iPhone umgesetzt, was einer Steigerung von 38 % gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres entspricht.

Auch der Service-Umsatz erreichte in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2021 einen Rekordwert von 50,1 Mrd. US-Dollar, was einer Steigerung von 28 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht. Da die Serviceumsätze wesentlich höhere und konstantere Margen bieten als die Produktverkäufe, dürfte Apples ohnehin schon wahnsinniger operativer Cashflow in den kommenden Jahren noch weiter steigen.

Zudem bietet Apple seinen Aktionären etwas. Die Dividende ist seit ihrer Wiedereinführung im Jahr 2012 um 132 % gestiegen. Das Unternehmen hat in den letzten fünf Jahren vierteljährlich Aktien im Wert von durchschnittlich 15,7 Mrd. US-Dollar zurückgekauft. Es ist in jeder Hinsicht die perfekte Buffett-Aktie.

Bank of America: 13,2 % des investierten Vermögens (41.696.235.482 US-Dollar)

Auch wenn Apple unbestritten die größte Beteiligung von Berkshire ist, investiert Buffett das Geld seines Unternehmens am liebsten in Bankaktien. Und es gibt keine Bankaktie, die er mehr schätzt als die Bank of America (WKN: 858388).

Generell liebt das Orakel von Omaha zyklische Unternehmen. Er ist sich darüber im Klaren, dass Rezessionen zwar unvermeidlich sind, aber in der Regel nur ein paar Monate bis ein paar Quartale andauern. Im Vergleich dazu dauern Phasen wirtschaftlicher Expansion oft Jahre oder vielleicht sogar ein Jahrzehnt. Bankaktien wie die BofA sind perfekt positioniert, um von diesen langwierigen Expansionsphasen zu profitieren.

Die Bank of America ist auch das zinsempfindlichste aller Geldhäuser. In der jüngsten Quartalspräsentation des Unternehmens stellt die BofA fest, dass eine Parallelverschiebung der Zinsstrukturkurve um 100 Basispunkte in den nächsten zwölf Monaten schätzungsweise 8 Mrd. US-Dollar an zusätzlichen Nettozinserträgen bringen würde. Da diese Erträge auf bestehenden Krediten beruhen würden, würden sie direkt in die Gewinnzone fließen. Wenn die Federal Reserve unweigerlich die Zinsen anhebt, wird die Bank of America einer der Hauptprofiteure sein.

Auch die digitale Nutzung schreitet hier voran. Da immer mehr Kunden ihre Bankgeschäfte online oder mobil abwickeln, konnte die BofA einige ihrer Filialen konsolidieren und ihre zinsunabhängigen Kosten senken.

Dank einer großen Vergangenheit als Dividendenzahler sowie Aktienrückkäufen sollte die Bank of America Berkshire Hathaway lange Freude bereiten.

American Express: 7,6 % des investierten Vermögens (24.219.809.325 US-Dollar)

Der Kreditdienstleistungsriese American Express (WKN: 850226) ist die drittälteste Beteiligung im Portfolio von Berkshire Hathaway und auch eine von Buffetts besten langfristigen Investitionen. AmEx wurde erstmals 1993 erworben und hat eine Kostenbasis von 8,49 US-Dollar pro Aktie. Das ist nicht gerade wenig, wenn man bedenkt, dass die Aktie in der vergangenen Woche bei fast 160 US-Dollar je Aktie schloss.

Die Investmentthese hinter American Express ähnelt der von Bankaktien. Wirtschaftsexpansionen dauern unverhältnismäßig länger als Rezessionen. Das bedeutet, dass ein Unternehmen wie AmEx, das von einer erhöhten Anzahl von Händlertransaktionen und steigenden Ausgaben profitiert, gemeinsam mit dem Aufschwung der US- und der Weltwirtschaft florieren wird.

Natürlich hat American Express noch einen weiteren Trick in petto. Das Unternehmen hatte schon immer ein Händchen dafür, eine wohlhabende Kundschaft anzuziehen. Wohlhabende Menschen geben auch in der Krise Geld aus. Das bedeutet für American Express eine geringere Wahrscheinlichkeit von Zahlungsausfällen und eine schnellere Erholung von wirtschaftlichen Abschwüngen als für die Konkurrenz.

Auch American Express schüttet eine beträchtliche Dividende für Berkshire Hathaway aus. Selbst wenn AmEx nur eine Rendite von 1,1 % abwirft, entspricht die jährliche Basisausschüttung von 1,72 US-Dollar einer Rendite von 20,3 %, basierend auf der anfänglichen Kostenbasis von Berkshire.

Coca-Cola: 7,2 % des investierten Vermögens (22.656.000.000 US-Dollar)

An vierter und letzter Stelle steht der Getränkehersteller Coca-Cola (WKN: 850663). Von den 46 Wertpapieren, die Berkshire Hathaway derzeit hält, ist Coca-Cola mit 33 Jahren die am längsten gehaltene Aktie.

Ähnlich wie bei Apple schätzt Buffett Coca-Cola wahrscheinlich wegen seiner enormen Reichweite und seines außergewöhnlichen Markenauftritts. Coca-Cola verkauft seine Produkte in allen Ländern außer zwei (Nordkorea und Kuba) und hat mehr als 20 Getränkemarken, die einen Jahresumsatz von mindestens 1 Mrd. US-Dollar erzielen. Darüber hinaus kontrolliert Coke 20 % des Marktes für Kaltgetränke in den Industrieländern. Das ermöglicht einen sehr gut vorhersehbaren Cashflow. Das Unternehmen hält einen Anteil von 10 % an den Kaltgetränken, die in den Schwellenländern verkauft werden. Dort erwartet das Unternehmen in Zukunft ein höheres Wachstumspotenzial.

Außerdem handelt es sich um eine der bekanntesten Marken der Welt. Coke hat seine Omnichannel-Präsenz entfesselt, indem es soziale Medien nutzt und sich auf bekannte Markenbotschafter stützt. So erreicht man mehrere Generationen von Verbrauchern.

Doch was Buffett an Coca-Cola am besten gefallen könnte, ist die irre Dividende, die sein Unternehmen jährlich erhält. Oberflächlich betrachtet sieht die jährliche Basisausschüttung von Coca-Cola in Höhe von 1,68 US-Dollar nicht besonders beeindruckend aus. Wenn man jedoch berücksichtigt, dass die Kostenbasis von Berkshire bei etwa 3,25 US-Dollar pro Aktie liegt, beträgt die Rendite des Orakels von Omaha fast 52 % der Kosten! Mit anderen Worten: Buffett verdoppelt seine ursprüngliche Investition in Coca-Cola alle zwei Jahre allein dank der Dividende.

Der Artikel Diese 4 Aktien machen 70 % des Portfolios von Warren Buffett aus ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Sean Williams besitzt Aktien von Bank of America. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Apple und Berkshire Hathaway. Dieser Artikel erschien am 25.8.2021 auf Fool.com und wurde für unsere deutschen Leser übersetzt.

Motley Fool Deutschland 2021

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