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Diese drei Spar-Strategien halfen mir dabei, die Traumreise meiner Mutter nach Italien zu bezahlen

Die Autorin (rechts) mit ihrer Mutter auf ihrer Italienreise - Copyright: Sophia Acevedo/Insider
Die Autorin (rechts) mit ihrer Mutter auf ihrer Italienreise - Copyright: Sophia Acevedo/Insider

Alles begann mit einem Gespräch, das ich mit meiner Mutter führte, als wir den Film "Die zwei Päpste" sahen. Wir saßen an beiden Enden der Wohnzimmercouch. Während ich durch mein Handy scrollte, fragte ich meine Mutter, wohin sie gerne reisen würde, wenn sie die freie Wahl hätte. Sie antwortete sofort: "Rom". Insbesondere die Vatikanstadt sei ihr Traumziel. Aber sie glaube nicht, dass sie jemals dorthin käme, fügte sie noch hinzu.

Mein ganzes Leben lang hat meine Mutter in arbeitsintensiven und Niedriglohnjobs gearbeitet. Als Landarbeiterin, Fabrikarbeiterin, Angestellte in einem Fastfood-Restaurant und als Putzfrau. Als alleinerziehende Mutter nahm sie jede Chance, die sich ihr bot, um sicherzustellen, dass ihre drei Kinder mehr Möglichkeiten hatten als sie in ihrem Heimatland, Mexiko.

Ich verstand, warum meine Mutter so dachte. Eine Reise nach Europa kann von den USA aus teuer sein und meine Mutter hat nie genug verdient, um sich eine so große Ausgabe leisten zu können. Aber ich wollte nicht, dass sie ihren Traum einfach so aufgab.

Ich war noch auf dem College, als wir uns darüber unterhielten, aber mir kam jetzt schon eine Idee. Zu ihrem 60. Geburtstag wollte ich meiner Mutter ihre Traumreise schenken. Es war nicht einfach, für die Reise zu sparen. Aber rückblickend waren diese drei Strategien entscheidend dafür, dass ich es dennoch geschafft habe.

1. Ich habe alle Ausgaben für die Reise berechnet und ein Budget aufgestellt.

Ich wollte sofort eine Reise für meine Mutter zusammenstellen, die sie begeistern würde. Ich verbrachte Stunden damit, Informationen auf Websites zu recherchieren und Preise zu ermitteln, bis ich ein Budget für die Aktivitäten einer Woche hatte.

In meinem Budget habe ich die folgenden Ausgaben berücksichtigt:

  • Flug

  • Hotel

  • Transport

  • Essen

  • Aktivitäten

  • Souvenirs

  • Ausgaben für die Vorbereitung der Reise

  • Überschüssige Ausgaben (ich habe zu den geschätzten Reisekosten noch 15 Prozent hinzugerechnet, weil ich schlecht in Mathematik bin und etwas Spielraum haben wollte)

Das Budget zu berechnen, war wichtig, da es meine Vorstellungen auf die Realität abstimmte. Ich wusste jetzt, wie viel ich sparen musste, damit wir wirklich nach Rom reisen konnten. Bei der Planung wurde mir auch klar, dass meine Idee eine Menge Engagement erforderte. Ich würde über einen längeren Zeitraum hinweg monatlich sparen müssen.

2. Ich legte jeden Monat zehn Prozent meines Gehalts für die Reise zurück.

Als ich begann, die Reise meiner Mutter zu planen, verdiente ich nicht viel Geld. Ich hatte ein volles Pensum an Kursen und arbeitete bei der Tageszeitung meines Colleges, sodass ich nur in Teilzeit als Tutorin arbeitete. Aber irgendwo musste ich ja anfangen. Also legte ich von jedem Gehalt etwa zehn Prozent beiseite – das war das Minimum, um mein Ziel bis zum Sommer 2022 zu erreichen.

Am Anfang war es nicht leicht. Als mein Budget nur noch für die wichtigsten Ausgaben reichte, strich ich alle Hobbys, die teuer waren, und fokussierte mich nur noch auf günstige und billige. Mir wurde klar, dass es zwar Spaß macht, ins Restaurant, ins Kino oder auf ein Konzert zu gehen, dass ich aber auch nicht viel brauche, um glücklich zu sein – ein einfacher Spaziergang im Park oder am Strand reicht völlig aus.

Nachdem ich mein Studium abgeschlossen und meine erste Vollzeitstelle angetreten hatte, verdiente ich glücklicherweise mehr Geld, sodass ich wieder mehr Spielraum für teurere Ausgaben hatte.

3. Ich änderte meine Sparstrategie

Um ehrlich zu sein, habe ich nicht mit der besten Sparstrategie angefangen. Ich hatte eine sehr vereinfachte Vorstellung davon, wie man spart. Ich betrachtete Sparen als eine Handlung und nicht als einen Prozess. Ich dachte, ein Sparkonto sei etwas, auf das man entweder regelmäßig einzahlt oder eben nicht, und das war's dann auch schon. So begann ich damit, zehn Prozent von jedem Gehaltsscheck auf mein Sparkonto bei meiner örtlichen Kreditgenossenschaft einzuzahlen, die nur 0,05 Prozent Jahreszins zahlte. (Spoiler: nicht die beste Idee.)

Es dauerte eine Weile, bis ich erkannte, dass es mehrere Möglichkeiten für Sparkonten gibt. Geldmarktkonten oder hochverzinsliche Sparkonten waren nur ein paar Beispiele. Es dauerte noch länger, bis ich erkannte, dass Sparen strategisch erfolgen kann. Wenn ich mir Fragen gestellt hätte wie "Was brauche ich für ein Sparkonto?" oder "Wie werde ich sparen?" oder sogar "Wann werde ich über mein Geld verfügen müssen?" hätte ich mir von Anfang an einen besseren Aufbewahrungsort für mein Geld einfallen lassen können.

Die Moral von der Geschicht': Während der Pandemie habe ich mein Geld auf verschiedene Arten von Sparkonten überwiesen. Zuerst habe ich Geld auf ein Einlagenzertifikat-Konto (CD, Certificate of Deposit) überwiesen, weil ich absichtlich keinen Zugriff darauf haben wollte, um es auszugeben (meine Kreditgenossenschaft bot auch einen hohen Zinssatz an, kurz bevor die Zinssätze fielen). Ein Einlagenzertifikat (CD) ist ein Konto, das einen höheren Zinssatz als ein herkömmliches Sparkonto bietet, wenn man sein Geld für einen vereinbarten Zeitraum unangetastet lässt. Diese Zeitspanne wird als Laufzeit bezeichnet. Nach Ablauf der Laufzeit hob ich das Geld von dem CD-Konto ab und zahlte es auf ein hochverzinsliches Sparkonto ein.

Mit jedem Monat konnte ich aufgrund des höheren Zinssatzes ein paar Dollar mehr auf meinem Konto verdienen. Das motivierte mich. Ich näherte mich langsam meinem Ziel.

Fazit zu der Reise

Es hat etwa drei Jahre gedauert, um über 5000 US-Dollar (rund 4970 Euro) für eine Reise nach Rom zu sparen, aber ich bin froh, dass ich mein Ziel erreicht habe. Meine Mutter konnte zu ihrem 60. Geburtstag ihr Traumziel, den Vatikan, sehen. Auch wenn ich nicht immer die besten Sparstrategien hatte, habe ich aus meinen Fehlern gelernt und ihren Traum wahr werden lassen. Das ist etwas, worauf ich immer stolz sein werde.

Disclaimer: Aktien, Kryptowährungen und Investments sind grundsätzlich mit Risiko verbunden. Auch ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals kann nicht ausgeschlossen werden. Die veröffentlichten Artikel, Daten und Prognosen sind keine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren oder Rechten. Sie ersetzen auch nicht eine fachliche Beratung.

Dieser Text wurde von Lisa Ramos-Doce aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.