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Diese 10 Dinge sollten Sie besser nie am Arbeitscomputer tun

Sandra Alter
Freiberufliche Journalistin
(Bild: Getty)

Die Versuchung ist groß, den Arbeitscomputer auch mal für Privates zu nutzen. Aber es gibt Dinge, die sollten Sie am Arbeitsplatz besser nicht googeln – zumindest wenn Ihnen Job und Karriere wichtig sind.

Mal eben schauen, wie das Wetter am Wochenende ist, aktuelle Nachrichten oder die Börsenkurse abrufen und sich ein paar Minuten durch Facebook klicken. Wer im Job viel mit dem Computer arbeitet, nutzt ihn meist auch hin und wieder für private Dinge.

Gegen kurze Suchanfragen hat sicher kaum ein Chef etwas einzuwenden. Doch nimmt das private Surfen überhand, kann es Ärger geben. Und es gibt auch Dinge, die Sie keinesfalls auf Ihrem Arbeitscomputer googeln sollten. Auch nicht „nur mal kurz“.

Wenn es hart auf hart kommt, kann Ihnen das nämlich schnell zum Verhängnis werden. Grundsätzlich sollten Sie sich am Arbeitscomputer niemals ungestört wähnen. Oft werden alle Aktivitäten auf Servern gespeichert und sind – zumindest theoretisch – dann auch im Nachhinein noch einsehbar.

Selbst wenn die private Nutzung des Arbeitsrechners im Arbeitsvertrag ausdrücklich erlaubt wurde und damit eine Überwachung durch den Arbeitgeber verboten ist, sollten Sie sich manche Dinge einfach verkneifen. Denn erlaubt oder nicht – wird trotzdem kontrolliert, stehen Sie in schlechtem Licht da.

Pornos: Es versteht sich eigentlich von selbst, dass Pornoseiten nicht am Arbeitsrechner aufgerufen werden sollen. Doch das hält manche Angestellte nicht davon ab, es trotzdem zu tun. Keine gute Idee, denn das kann nicht nur sehr peinlich werden, wenn man erwischt wird, sondern im schlimmsten Fall auch zur Kündigung führen.

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Beziehungen und Dates: Sie suchen einen neuen Partner und haben sich auf einem Dating-Portal angemeldet? Verständlich, dass Sie neugierig sind, ob es da neue Anfragen gab. Doch Ihre Neugier sollten Sie sich bis nach Dienstschluss aufsparen. Alles, was mit dem Liebesleben zu tun hat, gehört nicht ins Büro.

Infos über den eigenen Arbeitgeber: Sie haben Gerüchte über Ihren Arbeitgeber gehört, von den Vorgesetzten gab es dazu aber keine Informationen? Keine gute Idee, sich am Arbeitsrechner auf eigene Faust auf die Suche nach Fakten zu machen. Wenn Sie versuchen, Dokumente zu öffnen, die nicht für Sie bestimmt sind oder auf Google-Suche gehen, laufen Sie Gefahr, dass die IT-Abteilung alles mitbekommt.

Partys, Hochzeiten, Urlaub: Manche Dinge müssen exakt geplant werden, wenn sie gut werden sollen. Während der Arbeitszeiten sollten diese Planungen aber auch nur arbeitsrelevante Dinge umfassen. Private Partys gehören mit Sicherheit nicht dazu und ihr Chef würde glauben, Sie hätten nichts Besseres zu tun.

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Nebentätigkeiten: Sie betreiben neben Ihrem Job ein kleines Business? Dann vermeiden Sie es in jedem Falle, sich am Arbeitscomputer darum zu kümmern. Denn keinem Boss wird es gefallen, wenn Sie sich auf seine Kosten um private Geschäfte kümmern.

Jobsuche: Innerlich haben Sie mit Ihrem derzeitigen Arbeitgeber längst abgeschlossen, aber einen neuen Job noch nicht in der Tasche? Dann beschränken Sie sich bei der Suche danach auf jeden Fall auf den heimischen Computer. Wenn Sie am Arbeitsplatz nach neuen Jobs googeln und erwischt werden, könnten Sie Ihre aktuelle Anstellung schneller los sein, als Ihnen lieb ist.

Passwörter speichern: Private Passwörter zu E-Mail-Accounts oder Internetseiten sollten Sie niemals auf dem Arbeitsrechner speichern. Im Zweifel darf der Arbeitgeber alles untersuchen, was gespeichert wurde.

Lästern per Chat: Per Chat mal eben mit der Kollegin im Nebenbüro über den Vorgesetzten herziehen. Schlechte Idee! In der Regel werden Chatverläufe abgespeichert.

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Infos über den eigenen Job suchen: Sie sollen eine Excel-Tabelle erstellen, wissen aber nicht wie? Schnell mal nach Hilfe googeln ist nicht die beste Idee. Im Zweifel könnte der Boss mitbekommen, dass Sie für Ihren Job ungeeignet sind.

Freunden oder nicht Betriebszugehörigen gestatten, den Rechner fernzusteuern oder zu reparieren: Wenn der Arbeitsrechner nicht funktioniert wie er sollte, ist die erste Anlaufstelle die IT-Abteilung oder der Vorgesetzte. Bitten Sie niemals Freunde oder Bekannte um Hilfe. Auch nicht, wenn Sie Ihren Arbeitscomputer zu Hause nutzen dürfen. Damit gewähren Sie Fremden Zugang zu internen Informationen und verstoßen gegen den Arbeitsvertrag.

Also: Wenn Ihnen Ihr Job wichtig ist, sorgen Sie für klare Verhältnisse am Arbeitsrechner. Und wenn Sie wirklich mal nicht warten können, bis Sie zu Hause sind, um Privates zu googeln, gibt es ja immer noch das Smartphone. Aber auch fürs Handy gilt: Eine kurze Nutzung ist meist erlaubt, stundenlanges Rumdaddeln sieht aber kein Arbeitgeber gern.

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