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Die reichsten Männer aller Zeiten: Warren Buffett

 

Ausgerechnet sein Erzfeind, der designierte US-Präsident Donald Trump, könnte dafür sorgen, dass der Investor Bill Gates überholt und die Liste der reichsten Menschen der Welt bald wieder anführt.

Warren Buffett schaffte es in den vergangenen Monaten nicht etwa durch sein unglaubliches Reichtum regelmäßig in die Presse – daran hat sich die Welt ja unterdessen gewöhnt – sondern durch seine Aktionen, mit denen er die Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton unterstützte. Ihr Wahlsieg war dem 86-Jährigen so wichtig, dass er nicht nur Geld, sondern auch Zeit investierte. So bot er beispielsweise an, die Wähler abzuholen und zu ihren Wahllokalen zu fahren.

Pablo Escobar: Ratten fressen zwei Milliarden US-Dollar

Donald Trump wird der 45. Präsident der Vereinigten Staaten. Und ausgerechnet diese Tatsache könnte den Investor Warren Buffett erneut zum reichsten Mann der Welt (die Forbes-Liste führte er bereits im Jahr 2008 an) aufsteigen lassen. Seit Trumps Sieg ist Buffett nämlich bereits um 6,2 Milliarden Dollar reicher! Dafür sind die Kurssprünge der US-Banken verantwortlich: Anleger erwarten, dass Trump die Branche dereguliert und den Geldhäusern mehr Freiheiten lässt.

 

Dem erfolgreichsten Investor aller Zeiten dürfte ein Wahlsieg seiner Favoritin lieber gewesen sein, auch wenn die Geldfluten, die Donald Trump nun auf seinen Konten auslöst, bestimmt ein kleines Trostpflaster darstellen.

Mit Nachsicht und Vergebung zum reichsten Mann

Laut Forbes-Liste besitzt Warren Buffett heute 60,8 Milliarden US-Dollar – ein Großteil davon ist in dem von ihm aufgebauten und geleiteten Investment-Unternehmen Berkshire Hathaway angelegt, dessen größter Aktionär er selbst ist. Dabei hat der „Mozart der Finanzwelt“ dem amerikanischen Traum entsprechend alles selbst aufgebaut. Im Alter von sechs Jahren begann er mit dem Verkauf von Cola-Flaschen und Kaugummis. „Schon als Kind hatte er nur ein Ziel: sehr, sehr reich zu werden“, schreibt sein Biograf Roger Lowenstein.

Buffett ist dafür bekannt, bescheiden und bodenständig zu leben

In den nächsten Jahren verschlang der kleine Warren sämtliche Kapitalanlage-Bücher, die seine Bibliothek zu bieten hatte – später studierte er (natürlich!) Ökonomie. Das Buch seines ehemaligen Professors Benjamin Graham bezeichnet er bis heute als seine Bibel. Darin geht es um das Talent, unterbewertete Aktien zu erkennen, zu kaufen und geduldig auf eine Gelegenheit zu warten, sie wieder zu verkaufen. Ein Konzept, in dem der Schüler seinen Meister übertreffen sollte!

Bis heute ist Buffett nicht nur für seinen Humor bekannt (“Es gibt keine Reichenliste auf dem Friedhof“), sondern auch dafür, bescheiden und bodenständig zu leben. Im Jahr 2006 kündigte er an, 85 Prozent seines Vermögens nach und nach an Stiftungen zu verschenken, was er seither auch regelmäßig tut. Ohne diese Spenden wäre er mit 108,8 Milliarden US-Dollar schon heute mit Abstand der reichste Mensch der Welt.

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