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"Die Höhle der Löwen": Diese Deals sind direkt nach der Sendung wieder geplatzt

Jennifer Caprarella
·Freie Autorin
·Lesedauer: 4 Min.

Einer der größten Spannungsmomente der Investor-Show “Die Höhle der Löwen” ist die Verhandlung zwischen Gründer und Investoren. Kommt ein Deal zustande oder nicht, ist stets die große Frage. Doch was die Zuschauer oft nicht mitbekommen: Selbst wenn es vor der Kamera zum Handschlag kommt, bedeutet das noch lange keine endgültige Zusammenarbeit. DHDL-Deals können auch nachträglich noch platzen.

Wenn Carsten Maschmeyer, Judith Williams, Nico Rosberg, Dagmar Wöhrl oder Ralf Dümmel den Zuschlag geben, heißt das noch nicht, dass ein Deal auch zustande kommt. Das zeigen frühere Beispiele (Bild: TVNOW / Bernd-Michael Maurer)
Wenn Carsten Maschmeyer, Judith Williams, Nico Rosberg, Dagmar Wöhrl oder Ralf Dümmel den Zuschlag geben, heißt das noch nicht, dass ein Deal auch zustande kommt. Das zeigen frühere Beispiele (Bild: TVNOW / Bernd-Michael Maurer)

In etwa jeder vierte Deal, der bei “Der Höhle der Löwen” geschlossen wird, platzt letztendlich doch noch. Einer Auswertung des Magazins “Gründerszene” zufolge kamen von 178 in der Sendung geschlossenen Deals 44 nicht zustande, was einer Bilanz von etwa 24 Prozent entspricht. Dies mag zunächst nach viel klingen, relativiert sich jedoch, wenn man bedenkt, dass es der “Bild” zufolge nach den ersten beiden Staffeln noch 70 Prozent waren.

Welche Deals waren es also, die nachträglich geplatzt sind? Hier ein paar Beispiele.

Not Less But Better

Auch in der aktuellen Staffel kam es bereits vor, dass Deals letztendlich nicht zustande kamen. Der erste Deal von Neu-Löwe Nico Rosberg in der zweiten Folge der achten Staffel gehörte dazu. Gemeinsam mit Carsten Maschmeyer wollte in Not Less But Better investieren - eine App, die mithilfe von interaktiven Audio- und Textübungen Handysucht bekämpfen soll. Für 150.000 Euro sollten Maschmeyer und Rosberg 20 Prozent der Firmenanteile bekommen.

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Im Nachhinein hätte man sich “freundschaftlich und gemeinsam entschieden, das Investment nicht zu machen”, wie einer der Mitgründer App, Selcuk Aciner, “Gründerszene” sagte. Rosberg schilderte mittels seiner Sprecherin jedoch ein anderes Szenario: Das Team von Not Less But Better habe nach der Show eine neue Bewertung ihres Start-ups vorgelegt und damit die Bedingungen ändern wollen. Sowohl er als auch Maschmeyer seien daraufhin ausgestiegen.

Elimba

Als “Gold der Inkas” pries Elias El Gharbaoui sein Produkt Elimba in der sechsten Staffel im Jahr 2019 an: Kugeln aus rohem, unbehandeltem Edelkakao, die eine euphorisierende und vor allem gesunde Wirkung haben sollen. Nils Glagau zeigte sich in “Die Höhle der Löwen” begeistert von dem Produkt war und einigte sich in der Sendung mit dem jungen Gründer auf 50.000 Euro für 24,9 Prozent des Start-ups.

Elias El Gharbaoui aus Köln präsentiert mit "Elimba" ein Kakaogetränk in Form einer Kugel (Bild: TVNOW / Bernd-Michael Maurer)
Elias El Gharbaoui präsentierte mit "Elimba" ein Kakaogetränk in Form einer Kugel (Bild: TVNOW / Bernd-Michael Maurer)

Nach der Show platzte der Deal jedoch. “Das hat aber nichts damit zu tun, dass wir uns nicht gut verstanden hätten”, wie El Gharbaoui “Gründerszene” sagte. “Wir stehen noch in Kontakt, Nils Glagau hat mir seine Hilfe angeboten. Wir haben nur auf geschäftlicher Ebene nicht zusammengefunden.”

Volatiles

Digitale Lichtsysteme aus Mosaikmodulen brachten in der fünften Staffel Carsten Maschmeyers Augen zum Leuchten. 500.000 Euro wollte er im Austausch für 20 Prozent der Geschäftsanteile investieren, doch nach der Sendung gingen der Investor und Gründer Florian Nuebling dennoch getrennte Wege.

Über die Gründe der geplatzten Deals erfährt man selten Details, und auch Nuebling wollte im Gespräch mit “Gründerszene” keine Einzelheiten nennen. “Nur so viel sei gesagt: Letztendlich konnten Herr Maschmeyer und ich uns nicht einigen. Wir haben nicht zueinander gefunden.”

Pattarina

Wenn Löwen oder Gründer Konkreteres verlauten lassen, zeigt sich jedoch, dass mitunter ganz nüchterne Überlegungen dahinter stecken, die sich erst nach dem kurzen Pitch einstellen. So war es bei Pattarina. Das Start-up von Nora Baum und Markus Uhlig, die mit App und digitalen Schnittmustern das Nähen modernisieren wollen. 100.000 Euro war die Idee Frank Thelen wert, der dafür 22 Prozent des Unternehmens wollte.

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Den Grund, warum das Geld nie floss, erklärte Thelen “Focus Online” selbst: “Nora und Markus haben einen sehr starken Eindruck auf uns gemacht. Ihre App löst wirklich ein bestehendes Problem. Der Deal kam am Ende nicht zustande, weil wir den Markt für unser Geschäftsmodell als zu klein einschätzen und mit unserer Expertise im Bereich Business Development nicht ideal hätten unterstützen können.”

Kajnok

Pasta, die weniger Kalorien hat als eine Apfelspalte? Ja, das gibt es: 100 Gramm Nudeln der Marke Kajnok, die aus der Wurzel der Konjak-Pflanze hergestellt werden, haben lediglich acht Kalorien. Kein Wunder, dass 2017 drei Investoren um dieses Produkt buhlten. Sonja Zuber entschied sich für Georg Kofler, der 400.000 Euro für 26 Prozent Unternehmensanteile bot.

Zwei Monate nach der DHDL-Sendung wurde nichts aus dem Deal, wie Zuber “Focus Online” erzählte. Die Kontakte und Synergien, die Kofler und Judith Williams, die er in der Show vertreten hatte, bieten konnten, seien für ihr Unternehmen nicht so hilfreich gewesen, wie erhofft.

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