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Nach dem Didi-Crash: Sollten Investoren die Finger von Asien-Aktien lassen?

·Lesedauer: 3 Min.
China Aktien

Für Investoren, die in den IPO der Didi-Aktie (WKN: A3CTLG) investierten, gab es nur wenig später eine eiskalte Dusche. Die App des Fahrdienstleisters wurde bis auf Weiteres aus dem chinesischen App Store gestrichen. Hintergrund war, dass chinesische Regulatoren über einen Transfer von Nutzerdaten ins Ausland besorgt waren.

Dabei dürfte Peking weniger das Wohl seiner Nutzer im Auge gehabt haben, sondern mehr den eigenen Machterhalt. Schließlich verfügt Didi Chuxing über jede Menge Nutzerdaten, die Peking wohl lieber in seinen eigenen Händen hätte. Da muss dann eben auch mal die eine oder andere China-Aktie leiden.

Die Didi-Aktie fiel in dem ganzen Chaos rund 20 % unter ihren Ausgabepreis (Stand: Schlusskurs vom 8. Juli 2021). Andere chinesische Tech-Aktien wurden in Sippenhaft genommen.

Die Didi-Aktie zeigt: Peking handelt willkürlich

Spätestens jetzt sollte Investoren klar sein, dass chinesische Regulatoren knallhart durchgreifen, wenn Unternehmen sich unliebsam verhalten und dadurch das Datenmonopol Pekings ins Wanken bringen. Denn die Didi-Aktie ist nicht der erste IPO einer China-Aktie, der aufgrund regulatorischer Kapriolen für Aufsehen sorgt. Der Alibaba-Tochter Ant Financial wurde vergangenes Jahr der Börsengang untersagt. Bis heute ist die Gesellschaft immer noch nicht börsennotiert.

Mit der aktuellen Attacke gegen die Didi-Aktie hat die chinesische Führung gezeigt, dass sie die Bewertungen chinesischer Unternehmen jederzeit kontrollieren kann – auch, wenn diese im Ausland notiert sind. Für Anleger leitet sich eine wichtige Lektion ab: Das politische Risiko bei China-Aktien ist nicht zu unterschätzen.

Diversifikation bleibt das Zauberwort

Ja, China ist ein aussichtsreicher Zukunftsmarkt, gerade in Bezug auf Internetunternehmen. Darum ist es nur logisch, dass Anleger bei der Didi-Aktie und ähnlichen Storys dabei sein wollen. Doch es ist Vorsicht geboten. Denn um ihre Ziele durchzudrücken, können chinesische Regulatoren jederzeit erneut zum Schlag gegen zu groß und mächtig gewordene Unternehmen ausholen.

Aktieninvestments in chinesische Unternehmen sollten daher meiner Meinung nach wohlüberlegt sein. Als Alternative zur Didi-Aktie bieten sich zum Beispiel Investments in Branchen an, bei denen aus Sicht der Führung in Peking wenig Unheil zu befürchten ist – oder die sogar gezielt gestärkt werden sollen.

Doch auch dann sollte man sich bewusst sein, dass der politische Wind jederzeit drehen kann. Echten Schutz bietet nur eine breite Streuung über viele verschiedene Länder hinweg.

Wachstumsregion Südostasien: Es muss nicht die Didi-Aktie sein

Auch außerhalb Chinas gibt es in Asien jede Menge interessante Wachstumsmärkte, die nicht dem gleichen politischen Risiko unterliegen wie China-Aktien: Für Indien, Indonesien, Malaysia und die Philippinen werden in 2021 ähnlich starke Wachstumsraten des Bruttoinlandsprodukts vorhergesagt wie für China.

Die Internetpenetration ist in diesen Ländern bestenfalls ebenbürtig oder eher schlechter als in China. Potenzial für Aktien aus diesen Ländern ist also definitiv vorhanden. Um die Didi-Aktie und ihre Peers kann man denn gekonnt einen Bogen machen.

Der Artikel Nach dem Didi-Crash: Sollten Investoren die Finger von Asien-Aktien lassen? ist zuerst erschienen auf The Motley Fool Deutschland.

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Christoph Gössel besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alibaba Group Holding Ltd. The Motley Fool besitzt und empfiehlt Aktien von Alibaba Group Holding Limited.

Motley Fool Deutschland 2021

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