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Dieses Diagramm zeigt, wie schnell eine Booster-Impfung die Immunität verbessern kann

·Lesedauer: 4 Min.

Zwei Impfungen sind gut, aber wenn es darum geht, symptomatische Covid-19-Infektionen zu verhindern, sind drei vielleicht noch besser. Es ist schwer zu sagen, wie hoch der langfristige Nutzen von Auffrischungsimpfungen gegen Coronaviren sein wird, denn bisher sind die Covid-19-Booster noch nicht lange im Umlauf. Immunologen sind sich jedoch einig, dass Booster-Impfungen nötig sind und bleiben werden.

Erste Studien zu Auffrischungsimpfungen aus der ganzen Welt deuten darauf hin, dass der Schutz durch einen Booster die Antikörperspiegel in neue Höhen steigen lässt und (zumindest vorübergehend) den Schutz gegen Covid-19 verstärkt.

Ein Beispiel dafür sind die Daten aus der Studie von Pfizer zur Auffrischungsimpfung, an der etwa 10.000 Personen teilnahmen. Sie waren zuvor mit zwei Impfungen des gleichen Covid-19-Impfstoffs vollständig geimpft worden. Die Studienteilnehmer wurden in zwei Gruppen aufgeteilt: Etwa 5000 erhielten eine Auffrischungsimpfung, während die anderen 5000 eine Scheinimpfung (Placebo) ohne zusätzlichen Impfstoff erhielten.

Es dauerte nicht lange, bis man den Unterschied zwischen den geboosterten und den nicht geboosterten Studienteilnehmern erkannte. Folgendes Diagramm hat Pfizer kürzlich den Beratern der US-Gesundheitsbehörde Centers for Disease Control and Prevention zur Verfügung gestellt. Diese zeigt, dass die Empfänger der Auffrischungsimpfung bereits wenige Tage nach der dritten Dosis von einem erhöhten Schutz gegen symptomatische Corona-Infektionen profitieren.

Aus dieser Grafik geht hervor, dass die Auffrischungsimpfung bereits nach wenigen Tagen zu wirken beginnt und zumindest für einige Monate einen besseren Schutz gegen symptomatisches Covid-19 bietet.
Aus dieser Grafik geht hervor, dass die Auffrischungsimpfung bereits nach wenigen Tagen zu wirken beginnt und zumindest für einige Monate einen besseren Schutz gegen symptomatisches Covid-19 bietet.

Es zeigt deutlich, dass es unter geboosterten Personen weit weniger Covid 19-Fälle. "Wenn Sie sich die blaue Linie ansehen, sehen Sie, was nach der dritten Auffrischungsimpfung passiert", sagte Anthony Fauci, Direktor des US-National Institute of Allergy and Infectious Diseases, bei einem Briefing im Weißen Haus. Die Grafik zeigt die Zahl der symptomatischen Corona-Infektionen bei Studienteilnehmern, welche 100 Tage lang nach der Impfung beobachtet wurden.

Fauci wies darauf hin, dass die Personen, die in der Studie geimpft worden waren. (blaue Linie), eine weitaus geringere Inzidenz von Covid-19 aufwiesen als die Personen, die nur zwei Impfungen erhalten hatten und denen beim dritten Mal nur eine Placebo-Impfung verabreicht worden war (rote Linie). "Die Wirkung der Auffrischungsimpfung ist eindeutig", sagte Fauci.

Verbesserter Schutz gegen symptomatisches Covid-19 setzt in etwa ein bis zwei Wochen ein

Nach Angaben von Pfizer liegt die relative Wirksamkeit der Auffrischungsimpfung hier bei 95 Prozent. Das bedeutet, dass 95 Prozent der Personen, die in der Pfizer-Studie an Covid-19 erkrankten, zwar geimpft, aber nicht geboostert waren, während die anderen fünf Prozent der Erkrankten zuvor geboostert worden waren. Die Wissenschaftler begannen mit der Zählung der symptomatischen Covid-19-Fälle sieben Tage nach der Verabreichung der Auffrischungsimpfungen und setzten sie bis zum Tag 100 fort.

Aber ihr müsst euch nicht allein auf das Wort von Pfizer verlassen. In einer bahnbrechenden Studie der US National Institutes of Health wurden Personen, die mit Impfstoffen von Biontech/Pfizer, Moderna und Johnson & Johnson geimpft worden waren, in verschiedene Auffrischungsgruppen eingeteilt. Es zeigte sich, dass unabhängig von der Kombination aus Erstimpfung und Auffrischung die Antikörperspiegel ansteigen. Dies deutet auf einen besseren Schutz vor Infektionen hin. Die Antikörperspiegel erreichten etwa zwei Wochen nach der Auffrischung ihren Höhepunkt.

Eine andere in Großbritannien durchgeführte Studie (die noch wissenschaftlich geprüft wird) ergab, dass die Booster-Impfungen, die ab September sowohl für Biontech/Pfizer- als auch für AstraZeneca-Empfänger verabreicht worden waren, die Wirksamkeit des Impfstoffs bei Personen über 50 Jahren auf über 93 Prozent erhöhten. Das stellt eine dramatische Verbesserung dar. Außerdem deuten Daten aus Israel darauf hin, dass die Infektionsrate bei Empfängern von Auffrischungsimpfungen zwölf Tage nach der Impfung um das Elf-fache niedriger ist als bei vollständig geimpften Personen – und die Rate schwerer Erkrankungen geht bei Empfängern von Auffrischungsimpfungen um mehr als das 19-fache zurück.

Es ist normal, dass Antikörperspiegel steigen und dann wieder sinken

Insgesamt zeichnet sich ein Trend ab: Booster-Impfungen verstärken die Immunreaktion, sodass es weniger wahrscheinlich ist, dass geboosterte Personen an Covid-19 erkranken – zumindest für eine gewisse Zeit. Experten betonen jedoch auch, dass die Wirkung einer Auffrischungsimpfung mit der Zeit nachlassen wird. Eine Auffrischungsimpfung mag eine gute Idee sein, aber sie wird nicht ewig halten.

"Es ist normal, dass nach einer Impfung oder Exposition mit einem Erreger unsere Antikörperspiegel stark ansteigen und dann mit der Zeit wieder sinken", erklärte William Moss, geschäftsführender Direktor des International Vaccine Access Center an der Johns Hopkins University. "Sie müssen wieder sinken, sonst würde sich unser Blut nur mit Antikörpern füllen."

Glücklicherweise fördert die Impfung auch eine dauerhaftere Gedächtnis-Immunreaktion, die viele Monate länger anhält als die Antikörper. Das bedeutet, dass geimpfte Personen, selbst wenn sie ein wenig krank werden, im Allgemeinen gut gegen das Schlimmste geschützt sind, was Covid-19 anrichten kann.

Dieser Text wurde von Mascha Wolf aus dem Englischen übersetzt. Das Original findet ihr hier.

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