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DGB-Chef sieht weiter Perspektive für Werften

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Trotz der Insolvenz der MV Werften hat der Schiffbau in Deutschland aus Gewerkschaftssicht eine Zukunft. "Grundsätzlich gibt es ja durchaus Perspektiven für die Werftindustrie", sagte der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbunds, Reiner Hoffmann, am Freitag im Deutschlandfunk. Bei großen Passagierschiffen werde sich nach der Pandemie zeigen, ob der Markt gesättigt sei. "Aber es gibt natürlich große Alternativen. Beispielsweise im Gütertransport werden wir auch zukünftig auf Schifffahrt angewiesen sein." Deshalb sei es richtig, dass die IG Metall um den Erhalt der Werften kämpfe.

Am Montag war für die MV Werften mit rund 1900 Mitarbeitern in Wismar, Rostock und Stralsund Insolvenz beantragt worden. Der Mutterkonzern Genting Hongkong ist mit seinem Kreuzfahrtgeschäft infolge der anhaltenden Corona-Pandemie in Schieflage geraten. Hoffmann sagte, die Insolvenz sei absehbar gewesen. Er sprach von Fehlentscheidungen des Managements und von fehlenden Investitionen, etwa in alternative Antriebe.

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