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DGB-Chef Hoffmann gegen rasches Ende der Homeoffice-Pflicht

·Lesedauer: 1 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat sich gegen ein rasches Ende der Homeoffice-Pflicht für Unternehmen ausgesprochen. "Solange nicht ein Großteil der Beschäftigten vollständig geimpft ist, dürfen sich die Arbeitgeber nicht aus der Verantwortung ziehen", sagte DGB-Chef Reiner Hoffmann am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. Trotz sinkender Neuinfektionszahlen sei die Pandemie noch lange nicht bewältigt. "Deswegen wäre es unverantwortlich, jetzt übereilt alle wirkungsvollen Mechanismen, die helfen, die Pandemie einzudämmen, über Bord zu werfen."

Gerade die Unternehmen stünden im besonderen Maße in der Pflicht, für einen wirksamen Arbeits- und Gesundheitsschutz zu sorgen, sagte Hoffmann. Das beinhalte neben klaren Hygienekonzepten auch das Angebot von Coronatests und die Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten.

Der Bundesverband der Deutschen Industrie hatte ein Ende der Homeoffice- und Testpflicht in den Betrieben gefordert. Auch Wirtschaftsminister Peter Altmaier stellte Unternehmen und Beschäftigten schrittweise Lockerungen der Homeoffice-Pflicht in Aussicht. Zugleich glaube er aber, dass viele Beschäftigte weiter von zuhause arbeiten könnten, sagte der CDU-Politiker. Arbeitgeber und Arbeitnehmer arrangierten sich und machten flexiblere Arbeitsmodelle möglich.

Die Corona-Arbeitsschutzverordnung schreibt vor, dass Arbeitgeber überall dort Homeoffice anbieten müssen, wo das möglich ist. Nach bisherigen Plänen läuft sie Ende Juni ohnehin aus.

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