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DGB befürchtet 'Lohndiebstahl' im Homeoffice

·Lesedauer: 1 Min.

OSNABRÜCK (dpa-AFX) - Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) dringt auf klare Regeln für das Arbeiten im Homeoffice, um unbezahlte Überstunden zu verhindern. "Wir erleben aktuell, dass Arbeitszeiten im Homeoffice in der Regel überhaupt nicht erfasst werden", sagte der DGB-Vorsitzende Reiner Hoffmann der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Samstag). Dabei leisteten die Beschäftigten in Deutschland heute schon jährlich eine Milliarde Überstunden, die nicht bezahlt würden. "Das ist Lohndiebstahl. Und der wird verstärkt, wenn es keine vernünftigen Regeln für die digitale Arbeitswelt gibt."

Hoffmann forderte abermals ein Recht auf Homeoffice und betonte, das Thema müsse ganz oben auf der Agenda bleiben. Die Gestaltung der digitalen Arbeitswelt werde eine der großen Aufgaben nach der Corona-Pandemie sein. Und das Recht auf Homeoffice sei ein ganz wichtiges Element, "wenn wir die Chancen der Digitalisierung nutzen wollen". So könnten die Menschen mehr Selbstbestimmung bekommen über "Arbeitszeiten, die zu ihrem Leben passen".