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Münchener EM-Frage geklärt! Fanzulassung wirft Rätsel auf

SPORT1
·Lesedauer: 3 Min.

Die Stadt München bleibt Spielort für die Fußball-Europameisterschaft in diesem Sommer (11. Juni bis 11. Juli).

Das verkündete die Europäischen Fußball-Union (UEFA). Das Exekutivkomitee der UEFA bestätigte am Freitag auf seiner Sondersitzung die bayrische Landeshauptstadt als Co-Gastgeber. In der Allianz Arena in München sollen die Gruppenspiele der deutschen Nationalmannschaft sowie ein Viertelfinale ausgetragen werden.

Die Sportschau hatte bereits am Donnerstagabend berichtet, dass München Spielort der Endrunde bleibt.

Fanfrage wirft Rätsel auf

Bei allen vier Spielen wird München laut UEFA-Mitteilung mindestens 14.500 Zuschauer aufnehmen können. Die Fanfrage wirft aber Rätsel auf.

Während der Deutsche Fußball-Bund (DFB) eine Mindestkapazität von 14.500 Zuschauern nur unter Vorbehalt einer positiven pandemischen Entwicklung bestätigte, schrieb die UEFA in ihrem Statement von dieser festen Zuschauerzahl. Aufgrund fehlender Garantien verloren Dublin und Bilbao ihre Spiele.

Die bayrische Landesregierung hatte laut DFB zuvor einem Leitszenario mit einer Mindestkapazität von 14.500 Zuschauern in München zugestimmt. Eine Anpassung "würde notwendig werden, falls die öffentliche Gesundheit aufgrund einer sehr nachteiligen Entwicklung" der Pandemie gefährdet sei, hieß es.

Reiter: Keine Zuschauergarantie

Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter betonte am Freitag kurz nach der Entscheidung vehement, dass Zuschauer keinesfalls garantiert seien. "Ob es vor Zuschauern ist und vor wie vielen, konnte ich schon vor einer Woche nicht sagen. Das kann auch heute niemand sagen, deswegen gab es auch bis zum heutigen Tag keine Zusagen irgendwelcher Zuschauergarantien", sagte der SPD-Politiker.

Die leere Allianz Arena vor einem Bayern-Spiel (Bild: Pool via REUTERS/Matthias Balk)
Die leere Allianz Arena vor einem Bayern-Spiel (Bild: Pool via REUTERS/Matthias Balk)

"Das gleiche gilt für den Freistaat Bayern, der keinerlei Garantien für Zuschauerzahlen gegeben hat", ergänzte Reiter. Er freue sich, "dass die UEFA offenbar freundlicherweise eingesehen hat, dass München auch ohne Zuschauergarantien ein attraktiver Spielort ist."

DFB ging von München als Spielort aus

Schon vor der Sitzung des UEFA-Exekutivkomitees war der Deutsche Fußball-Bund (DFB) fest von einem Verbleib von München unter den EM-Spielorten ausgegangen. "Wir sind überzeugt davon, dass München ein Standort der UEFA EURO 2020 bleibt. In den vergangenen Tagen haben wir viel Zuspruch aus der Politik für unsere verantwortungsvollen Planungen erhalten", sagte DFB-Generalsekretär Friedrich Curtius auf SID-Anfrage. 

Auch die Landesregierung habe ihre Unterstützung "noch einmal klar bekräftigt". Daher blicke der DFB "der Entscheidung des UEFA-Exekutivkomitees mit großer Zuversicht entgegen", sagte Curtius.

Auch Viertelfinale wohl in München

Die Vorrundenspiele der deutschen Nationalmannschaft gegen Frankreich (15. Juni), Portugal (19. Juni) und Ungarn (23. Juni) sind allesamt in München angesetzt. Neun Städte waren bereits vor dem Sondermeeting des Exko als EM-Ausrichter bestätigt.

Auch das Viertelfinale am 2. Juli wird nun doch in München stattfinden. Dieses K.o.-Spiel hatte bis zuletzt besonders auf Kippe gestanden, da sich die UEFA an einem anderen Spielort mehr Zuschauer erhofft hatte. Die DFB-Elf würde laut Spielplan aber nur als Gruppendritter zu einem Viertelfinale nach München zurückkehren.

Bleibt die offene Fan-Frage. "Alles wird dann entschieden, wenn wir wissen, was infektiologisch geht und nicht geht", sagte Reiter und setzte dafür eine Deadline bis kurz vor Turnierstart: "Spätestens Anfang Juni muss klar sein, ob es Zuschauer geben kann und wenn ja, wie viele."

Mit Sport-Informations-Dienst