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Devisen: Eurokurs gibt nach - Rohstoffwährungen legen zu

FRANKFURT (dpa-AFX) - Nach den zuletzt deutlichen Kursgewinnen hat der Euro <EU0009652759> am Dienstagmorgen nachgegeben. Händler sprachen nach den jüngsten Verwerfungen von einer gewissen Entspannung an den Finanzmärkten. Die europäische Gemeinschaftswährung wurde mit 1,1350 US-Dollar gehandelt. In der Nacht hatte sie noch deutlich über 1,14 Dollar notiert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Montag auf 1,1456 (Freitag: 1,1336) Dollar festgesetzt.

Nach den heftigen Kursturbulenzen und der Flucht in die Sicherheit setzte am Dienstag eine Gegenbewegung ein. Die Kursgewinne an den asiatischen Börsen trugen zur Entspannung bei. Als sicher geltende Währungen wurde weniger gefragt. So geriet neben dem Euro auch der Schweizer Franken und der japanische Yen unter Druck. Rohstoffwährungen legten zu. Sie hatten am Montag noch wegen des Ölpreiseinbruchs deutlich verloren. Besonders deutlich stieg der russische Rubel. Er war am Montag auf den tiefsten Stand seit Anfang 2016 gefallen. Aber auch der kanadische Dollar und die norwegische Krone legten zu.

Nach Einschätzung der Commerzbank dürften die Konjunktursorgen jedoch anhalten. "Noch wissen wir schließlich nicht, wie stark die Volkswirtschaften durch den Coronavirus getroffen wurden", kommentierte Devisenexpertin Thu Lan Nguyen von der Commerzbank. "Dies dürften wir erst in den nächsten Wochen erfahren, wenn langsam die Wirtschaftsdaten veröffentlicht werden." Die Anspannung an den Märkten dürfte anhalten, sagte die Devisenexpertin. Eine erneute große Flucht in die Sicherheit sei daher möglich.