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Devisen: Eurokurs bleibt im US-Handel über Zweijahrestief

NEW YORK (dpa-AFX) - Der Eurokurs <EU0009652759> hat sich im US-Handel am Freitag deutlich über 1,09 US-Dollar stabilisiert. Im asiatischen Geschäft war die Gemeinschaftswährung bis auf 1,0905 Dollar gefallen und damit auf den tiefsten Stand seit Mai 2017. Zuletzt kostete ein Euro wieder 1,0939 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,0935 (Donnerstag: 1,0938) Dollar festgesetzt. Der Dollar hatte damit 0,9145 (0,9142) Euro gekostet.

Starke Impulse blieben am Freitag weitgehend aus. Am Markt wurde die leichte Erholung des Euro mit einer moderaten Schwäche des amerikanischen Dollar begründet.

Größter Belastungsfaktor für den Euro stellt gegenwärtig die Geldpolitik der EZB dar. Nicht nur, dass die Zentralbank ihre sehr großzügige Geldpolitik Mitte September weiter gelockert hat. Auch besteht Spielraum für weitere Schritte, wie EZB-Chefökonom Philip Lane unlängst klargestellt hat. Notenbankexperten weisen zudem darauf hin, dass mit dem baldigen Ausscheiden zweier hochrangiger Notenbanker - darunter die Deutsche Sabine Lautenschläger - die Führungsspitze der Europäischen Zentralbank mit noch mehr Währungshütern besetzt sein könnte, die einer lockeren Linie zugeneigt sind.