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Devisen: Euro steigt erstmals seit 2018 über 1,22 US-Dollar

·Lesedauer: 1 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Höhenflug des Euro <EU0009652759> hält an. Am Mittwoch stieg die Gemeinschaftswährung erstmals seit April 2018 über die Marke von 1,22 US-Dollar. In der Spitze wurden 1,2212 Dollar erreicht. Bis zum Mittag gab der Euro leicht auf 1,2190 Dollar nach. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,2140 Dollar festgesetzt.

Rückenwind erhielt der Euro durch neue Konjunkturdaten aus dem Währungsraum. Die Unternehmensumfrage des Forschungsunternehmens Markit hellte sich im Dezember deutlich auf. Für große Überraschung sorgte, dass sich die Stimmung nicht nur in der Industrie, sondern auch unter Dienstleistern spürbar aufhellte. Die Dienstleister sind von den Corona-Beschränkungen wesentlich stärker betroffen als die Industrie.

Bankökonomen kommentierten die Zahlen vorsichtig. Die Commerzbank sprach von einem "Irrlicht". Eine Rezession im Winterhalbjahr sei angesichts neuer Corona-Maßnahmen kaum mehr zu vermeiden, sagte Commerzbank-Fachmann Christoph Weil. Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank, erklärte die Stimmungsverbesserung dagegen mit der weniger dramatischen Corona-Lage in Frankreich.

Am Nachmittag und Abend wird es in den USA spannend. Zum einen stehen mit den Einzelhandelsumsätzen wichtige Konjunkturdaten an. Zum anderen trifft die Notenbank Federal Reserve am Abend ihre Zinsentscheidung. Es wird zwar nicht mit großen Richtungswechseln gerechnet. Allerdings könnte die Fed Änderungen im Detail bekanntgeben. Einige Analysten erwarten konkretere Vorgaben für die billionenschweren Wertpapierkäufe.