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Devisen: Euro steigt über 1,13 US-Dollar

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EU0009652759> hat sich am Freitag nach deutlichen Verlusten am Vortag stabilisiert. Am Vormittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,1310 US-Dollar, nachdem sie in der Nacht auf Freitag bis auf 1,1277 Dollar gefallen war. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Donnerstagnachmittag noch auf 1,1348 Dollar festgesetzt.

Am Donnerstag war der Euro erheblich unter Druck geraten und um etwa einen Cent gefallen, nachdem sich die Stimmung an den internationalen Aktienmärkten stark eingetrübt hatte. Als Auslöser wurden ein pessimistischer Konjunkturausblick der US-Notenbank Fed und die Angst vor einer zweiten Corona-Welle in den Vereinigten Staaten genannt. Am Freitag schien sich die Lage an den Aktienmärkten zu beruhigen.

Das britische Pfund zeigte sich unbeeindruckt von extrem schwachen Wirtschaftsdaten. Nach Angaben des Statistikamts ONS ist die Wirtschaft des Königreichs in der Corona-Krise massiv geschrumpft. Die Wirtschaftsleistung ging von Februar auf April um etwa ein Viertel zurück. Der Einbruch war noch stärker als von Analysten befürchtet.

Zum Wochenausklang stehen ansonsten einige Konjunkturdaten auf dem Programm, allerdings überwiegend aus der zweiten Reihe mit geringerer Bedeutung für die Finanzmärkte. Erwähnenswert ist das Stimmungsbarometer der Uni Michigan für die US-Verbraucher. Die Konsumfreude hatte zuletzt stark unter der Corona-Pandemie gelitten.