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Devisen: Euro stabil - Neuseeland-Dollar unter Druck

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EU0009652759> hat sich am Mittwoch zunächst kaum von der Stelle bewegt. Am Vormittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,0835 US-Dollar und damit geringfügig weniger als im frühen Handel. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,0858 Dollar festgesetzt.

Starke Impulse für den Handel zwischen Euro und Dollar blieben zunächst aus. Am Vormittag dürften Produktionsdaten aus der Industrie der Eurozone auf Interesse stoßen. Wegen der Corona-Krise wird ein massiver Einbruch erwartet.

Am Nachmittag rücken Äußerungen von US-Notenbankchef Jerome Powell in den Blick. Während einer Online-Diskussion dürfte er sich mit Fragen nach der Möglichkeit negativer Leitzinsen in den USA konfrontiert sehen. An den Finanzmärkten wurde zuletzt verstärkt auf diese Art der geldpolitischen Lockerung spekuliert. Bisher lehnen US-Zentralbanker die Maßnahme ab.

Unter Druck stand am Vormittag vor allem der neuseeländische Dollar. Belastung kam von Seiten der Geldpolitik. Zwar beließ die neuseeländische Notenbank ihren Leitzins konstant bei 0,25 Prozent. Allerdings weitet sie ihre Wertpapierkäufe zur Stützung der Konjunktur aus. Zudem schloss sie die Möglichkeit negativer Leitzinsen nicht aus.

Das britische Pfund profitierte nur kurz und sehr moderat von neuen Wachstumszahlen. Zwar brach die Wirtschaft im ersten Quartal so stark ein wie seit der Finanzkrise vor gut einer Dekade nicht mehr. Allerdings hatten Analysten noch trübere Daten erwartet. Für das Gesamtjahr rechnet die britische Zentralbank mit einem für die Insel beispiellosen Konjunktureinbruch um 14 Prozent.