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Devisen: Euro legt trotz Einbruch des Ifo-Geschäftsklimas zu

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EU0009652759> hat zu Wochenbeginn trotz schwacher Konjunkturdaten aus Deutschland moderat zugelegt. Am Montagmittag kostete die Gemeinschaftswährung 1,0225 US-Dollar und damit etwas mehr als am Morgen. Zwischenzeitlich deutlichere Gewinne konnten nicht gehalten werden. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitagnachmittag auf 1,0190 Dollar festgesetzt.

Der Euro profitierte zum einen von dem schwächeren Dollar, der zu vielen Währungen im Kurs verlor. Zum anderen sorgten Bemerkungen aus den Reihen der EZB für Euro-Auftrieb. Lettlands Notenbankchef Martins Kazaks sagte in einem Interview, aus seiner Sicht sei die Zeit größerer Zinsanhebungen nicht vorbei. Vergangenen Donnerstag hatte die EZB ihren Leitzins erstmals seit elf Jahren angehoben, und zwar stärker als allgemein erwartet wurde. "Ich würde sagen, die Zinsanhebung im September muss auch recht deutlich ausfallen", sagte Kazaks, der als Vertreter einer straffen geldpolitischen Linie bekannt ist.

Wirtschaftsdaten fielen schwach aus, konnten den Euro aber nicht belasten. Das Ifo-Geschäftsklima, Deutschlands wichtigster Konjunkturindikator, trübte sich im Juli deutlich und über alle betrachteten Branchen ein. "Deutschland steht an der Schwelle zur Rezession", kommentierte Ifo-Präsident Clemens Fuest. "Hohe Energiepreise und drohende Gasknappheit belasten die Konjunktur." Ähnlich äußerten sich Bankvolkswirte. "Eine Rezession lässt sich kaum vermeiden", erklärte Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank.

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