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Devisen: Euro legt etwas zu - Türkische Lira fällt auf neues Rekordtief

·Lesedauer: 2 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Kurs des Euro <EU0009652759> ist am Montag leicht gestiegen. Marktbeobachter verwiesen auf eine allgemein freundliche Stimmung an den Finanzmärkten, die auch die Gemeinschaftswährung zum Wochenbeginn gestützt habe. Am Nachmittag wurde der Euro bei 1,1658 US-Dollar gehandelt und damit etwas höher als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1670 (Freitag: 1,1634) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8568 (0,8595) Euro.

Aussagen der EZB-Präsidentin konnten den Euro nicht nennenswert bewegen. Christine Lagarde hatte bei einer Anhörung vor dem EU-Parlament deutlich gemacht, dass die aktuellen Konjunkturprognosen wegen der Folgen der Corona-Krise weiterhin unsicher seien. Sie versicherte, dass die Notenbank alle eingehenden Konjunkturdaten sorgfältig prüfe. Dies gilt nach Aussage von Lagarde auch für die Entwicklung der Wechselkurse. Sie bekräftigte frühere Aussagen, dass die EZB nach wie vor bereit sei, alle ihre Instrumente einzusetzen.

Starke Kursverluste gab es hingegen bei der türkischen Lira, die im Handel mit dem US-Dollar und dem Euro jeweils auf ein Rekordtief rutschte. Marktbeobachter begründeten den aktuellen Kursrutsch mit geopolitischen Risiken durch die jüngste Eskalation in der Konfliktregion Berg-Karabach zwischen den Nachbarländern Armenien und Aserbaidschan. Die Türkei gilt als Schutzmacht des islamisch geprägten Aserbaidschan. Die Kurserholung der Lira nach einer deutlichen Zinserhöhung der türkischen Notenbank in der vergangenen Woche hat sich damit als kurzfristig herausgestellt.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,90508 (0,91343) britische Pfund, 123,02 (122,74) japanische Yen und 1,0816 (1,0798) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1868 Dollar gehandelt. Das waren etwa 7 Dollar mehr als am Freitag.