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Devisen: Euro klar über 1,02 Dollar - Anleger setzen auf großen EZB-Zinsschritt

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Aussicht auf einen deutlichen Zinsschritt der Europäischen Zentralbank (EZB) hat am Dienstag den Euro <EU0009652759> beflügelt. Die zuletzt zum US-Dollar zeitweise an der Parität angelangte Gemeinschaftswährung knüpfte an ihre Erholung vom Vortag an, indem zuletzt 1,0231 Dollar gezahlt wurden - in der Spitze sogar 1,0269 Dollar. Aktuell bewegt sich der Eurokurs damit auf dem höchste Niveau seit knapp zwei Wochen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0245 (Montag: 1,0131) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9761 (0,9871) Euro.

Als Auslöser des Kurssprungs beim Euro galt ein Bericht der Nachrichtenagentur Bloomberg, wonach es in der EZB laut informierten Kreisen Überlegungen zu einer stärkeren Zinsanhebung gibt. Anstatt wie bisher signalisiert, die Leitzinsen am Donnerstag erstmals seit elf Jahren um 0,25 Prozentpunkte anzuheben, könnte man sich auch zu einer stärkeren Anhebung um 0,5 Punkte entschließen. Hintergrund sei die hohe Inflation im Währungsraum. Wie groß der Druck ist, belegten am Dienstag neue Inflationsdaten aus der Eurozone mit einem erneuten Rekordwert.

Im internationalen Vergleich ist die EZB relativ spät dran, mehrere Zinserhöhungen der US-Notenbank Fed hatten in den vergangenen Monaten den Dollar wegen der größer werdenden Zinsdifferenz gestützt. Der US-Dollar galt als sicherer Hafen, doch nun kehren die Anleger allmählich wieder zurück in den Euro, was auch als Signal einer steigenden Risikobereitschaft gilt. Diese zeigte sich neben dem Euro auch am Aktienmarkt. Vor allem dort trug auch die Spekulation, dass nach dem Abschluss der Wartungsarbeiten an der Ostsee-Pipeline Nord Stream 1 am Donnerstag wieder russisches Gas fließen könnte, dazu bei. Dies sorgte wegen der Gefahr einer zugespitzten Energiekrise für Erleichterung.

Die politischen Entwicklungen in Italien rückten etwas in den Hintergrund. Dort ist nach wie vor die Zukunft der international geschätzten Regierung von Ministerpräsident Mario Draghi fraglich. Vor seinem entscheidenden Bericht zur Regierungskrise am Mittwoch erschien dieser Medien zufolge bei Staatschef Sergio Mattarella zum Gespräch. Italien muss im zweiten Halbjahr wichtige Reformen umsetzen, um sich die nächste Ausschüttung einer Milliarden-Hilfe aus dem Corona-Wiederaufbaufonds aus Brüssel zu sichern.

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