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Devisen: Euro gibt nach - Pfund erholt sich etwas

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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EU0009652759> hat am Mittwoch weiter unter Druck gestanden. Am Mittag kostete die Gemeinschaftswährung im Tief 1,1720 US-Dollar und damit etwas weniger als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Dienstagnachmittag auf 1,1787 Dollar festgesetzt.

Belastet wird der Euro durch die hohe Unsicherheit an den Finanzmärkten. Beobachter nennen vor allem zwei Gründe: Die angespannte Corona-Lage in Europa und die feststeckenden Verhandlungen über neue Konjunkturhilfen in den USA. Der US-Dollar erhält dadurch Auftrieb, dass er unter Anlegern als sichere Anlagealternative in ungewissen Zeiten gilt.

Etwas Auftrieb erhielt das britische Pfund. Die Finanznachrichtenagentur Bloomberg will aus ungenannten Quellen erfahren haben, dass Großbritannien die Verhandlungen mit der Europäischen Union doch nicht abbrechen will, wenn bis zu diesem Donnerstag keine Einigung auf ein Handelsabkommen nach dem Brexit erzielt worden ist. Dies hatte Premier Boris Johnson angedroht.

Zur Wochenmitte stehen nur wenige Konjunkturdaten auf der Agenda, die am Devisenmarkt Kursbewegung auslösen könnten. In den USA werden am Nachmittag lediglich Preiszahlen von der Unternehmensebene veröffentlicht. Die Erzeugerpreise sorgen aber meist nicht für nennenswerte Marktbewegung.