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Devisen: Euro gerät erneut unter Druck - Niedrigster Stand seit Anfang August

·Lesedauer: 1 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EU0009652759> ist am Dienstag erneut unter Druck geraten. Am Nachmittag fiel der Kurs der Gemeinschaftswährung auf 1,1705 US-Dollar. Dies war der niedrigste Kurs seit Anfang August. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1740 (Montag: 1,1787) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8518 (0,8484) Euro.

Die hohe Zahl an Corona-Neuinfektionen in Europa übt weiter Druck aus. Wichtige Länder aus der Eurozone wie Spanien und Frankreich sorgen für Beunruhigung. Neue wirtschaftliche Beschränkungen könnten die Erholung belasten. Die Erholung an den Aktienmärkten stützte den Eurokurs in diesem Umfeld nur kurzzeitig.

Bisher dominierte die Erwartung, dass es nur zu lokalen Beschränkungen kommen werde. "Allerdings scheint die Sorge an den Märkten zuzunehmen, dass es doch weitreichendere Beschränkungen, womöglich sogar erneute umfassende Lockdowns geben könnte", kommentierte You-Na Park-Heger, Devisenexpertin bei der Commerzbank. "Für die Konjunkturerholung wäre das ein herber Schlag." Die Sorge darüber dürfte die Marktstimmung noch länger drücken.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,91743 (0,91608) britische Pfund, 122,78 (122,70) japanische Yen und 1,0748 (1,0761) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1902 Dollar gehandelt. Das waren etwa 11 Dollar weniger als am Vortag.