Werbung
Deutsche Märkte schließen in 2 Stunden 55 Minuten
  • DAX

    18.180,28
    +42,63 (+0,24%)
     
  • Euro Stoxx 50

    5.026,68
    +18,51 (+0,37%)
     
  • Dow Jones 30

    38.503,69
    +263,71 (+0,69%)
     
  • Gold

    2.327,40
    -14,70 (-0,63%)
     
  • EUR/USD

    1,0693
    -0,0011 (-0,11%)
     
  • Bitcoin EUR

    62.360,69
    +553,11 (+0,89%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.439,36
    +15,26 (+1,07%)
     
  • Öl (Brent)

    83,01
    -0,35 (-0,42%)
     
  • MDAX

    26.523,18
    -101,84 (-0,38%)
     
  • TecDAX

    3.318,68
    +31,77 (+0,97%)
     
  • SDAX

    14.269,10
    +9,39 (+0,07%)
     
  • Nikkei 225

    38.460,08
    +907,92 (+2,42%)
     
  • FTSE 100

    8.090,10
    +45,29 (+0,56%)
     
  • CAC 40

    8.144,43
    +38,65 (+0,48%)
     
  • Nasdaq Compositive

    15.696,64
    +245,33 (+1,59%)
     

Devisen: Euro fällt auf Zwei-Monats-Tief

FRANKFURT (dpa-AFX) -Der Kurs des Euro EU0009652759 hat am Freitag einen anfänglichen Erholungsversuch abgebrochen und wieder nachgegeben. Die Gemeinschaftswährung notierte am Nachmittag bei 1,0702 US-Dollar und sackte damit auf den tiefsten Stand seit gut zwei Monaten. Die Europäische Zentralbank setzte den Referenzkurs auf 1,0751 (Donnerstag: 1,0735) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9301 (0,9315) Euro.

Aufmerksam wurde am Markt verfolgt, dass in den US-Schuldenstreit etwas Bewegung zu kommen scheint. Darauf deutet unter anderem ein Bericht der "New York Times" hin. Demnach haben die Unterhändler von Demokraten und Republikaner mit der Ausarbeitung eines Gesetzestextes begonnen. Einige Details seien aber noch offen. Der Zeitung zufolge soll die Schuldengrenze für zwei Jahre angehoben werden. Ausgaben für alle Bereiche außer Militär und Veteranen sollen in diesem Zeitraum begrenzt werden. Am Freitag äußerte sich zudem der republikanische Verhandlungsführer Kevin McCarthy optimistisch, was den Dollar zuletzt stützte und den Euro im Gegenzug belastete.

Im Handelsverlauf waren bereits robuste US-Konjunkturdaten veröffentlicht worden, die den Euro einen Großteil seiner Tagesgewinne gekostet hatten. So stiegen die Aufträge für langlebige Güter im April unerwartet. "Die Auftragslage überrascht positiv und so scheint die industrielle Entwicklung trotz der schwachen Stimmungslage solide zu bleiben, wenn auch mit geringer Dynamik", konstatierte Analyst Ralf Umlauf von der Landesbank Hessen-Thüringen. Darauf wiesen die Bestellungen abseitig des Transportsektors hin. Diese pendelten bereits seit dem Sommer 2022 seitwärts und seien nun im April gesunken.

Die zuletzt gestiegenen Erwartungen an eine Zinserhöhung in den USA werden Umlauf zufolge dennoch leicht forciert, auch weil der von der US-Notenbank Fed besonders beachtete Preisindex PCE und die Konsumausgaben, die zeitgleich veröffentlicht wurden, über den Erwartungen gelegen hätten. Die Federal Reserve stemmt sich schon seit gut einem Jahr mit kräftigen Zinserhöhungen gegen die hohe Teuerung. Für ihre nächste Sitzung Mitte Juni ist an den Finanzmärkten derzeit allerdings noch unklar, wie die Zinsentscheidung ausfallen wird. Die Währungshüter könnten sich mit einer erneuten Anhebung der Leitzinsen um 0,25 Prozentpunkte gegen die hohe Inflation stemmen, oder eine Zinspause einlegen.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86813 (0,86793) britische Pfund, 150,24 (149,63) japanische Yen und 0,9707 (0,9708) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1943 Dollar gehandelt. Das waren circa 2 Dollar mehr als am Vortag.