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Devisen: Euro fällt auf rund 1,17 US-Dollar

·Lesedauer: 2 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EU0009652759> hat am Donnerstag in einem trüben Marktumfeld nachgegeben. Am Mittag kostete die Gemeinschaftswährung im Tief 1,1703 US-Dollar und damit so wenig wie seit etwa zwei Wochen nicht mehr. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Mittwochnachmittag auf 1,1750 Dollar festgesetzt.

Die sich zuspitzende Corona-Lage in Europa verunsichert die Anleger. Nicht nur in Deutschland, auch in anderen großen europäischen Ländern verschärfen die Regierungen die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Virus. Der Dollar als Weltreservewährung profitierte davon, der Euro wurde im Gegenzug belastet.

Das zweite marktbestimmende Thema sind die festgefahrenen Verhandlungen über ein neues Konjunkturpaket in den USA. Republikaner und Demokraten stehen sich weiter ohne nennenswerte Annäherung gegenüber. Finanzminister Steven Mnuchin bezeichnete es als schwierig, noch vor den Präsidentschaftswahlen Anfang November einen Kompromiss zu finden.

Drittes großes Thema an den Märkten sind die Brexit-Verhandlungen zwischen Großbritannien und der Europäischen Union. Am Donnerstag und Freitag kommen die Staats- und Regierungschefs der EU zusammen, um über die Angelegenheit zu beraten. Eigentlich war der Gipfel angesetzt worden, um über das Verhandlungsergebnis abzustimmen. Ein Ergebnis liegt aber noch nicht vor, weil die Verhandlungen seit Monaten stocken. Somit wird über den Verhandlungsstand beraten und entschieden, ob und wie weiter verhandelt werden soll.

Am Vormittag standen in der Eurozone kaum entscheidende Konjunkturdaten an. Im Laufe des Nachmittags äußern sich einige hochrangige Zentralbanker, darunter am Abend EZB-Präsidentin Christine Lagarde.

In den USA dürften die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe das größte Interesse auf sich ziehen, da sie einen Einblick in die Lage am Arbeitsmarkt bieten. Zwar hat sich der Jobmarkt in den vergangenen Monaten tendenziell von seinem Einbruch in der Corona-Krise erholt. Allerdings wurde knapp die Hälfte der Stellenverluste, die in die Millionen gehen, noch nicht wieder wettgemacht.