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Devisen: Euro etwas gefallen - Australischer Dollar unter Druck

·Lesedauer: 2 Min.

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Euro <EU0009652759> hat am Dienstag bis zum Nachmittag etwas nachgegeben. Zuletzt kostete die Gemeinschaftswährung 1,1592 US-Dollar. Sie notierte damit etwas niedriger als am Morgen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1603 (Montag: 1,1578) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8619 (0,8637) Euro.

Etwas belastet wurde der Euro von eher schwachen Konjunkturdaten. Die Industriestimmung in der Eurozone trübte sich im Oktober weiter ein. Der von IHS Markit erhobene Einkaufsmanagerindex ging erneut zurück. Markit begründete die Entwicklung mit anhaltenden Lieferproblemen und personellen Engpässen. Die Einkaufs- und Verkaufspreise seien erneut stark gestiegen. Derzeit bestehen im Welthandel zahlreiche Engpässe, die sich überwiegend auf die Corona-Pandemie zurückführen lassen.

Insgesamt hielten sich die Kursausschläge in Grenzen. Die Finanzmärkte haben vor den geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank an diesem Mittwoch eine abwartende Haltung eingenommen. Experten rechnen damit, dass die Fed den schrittweisen Ausstieg aus ihren milliardenschweren Wertpapierkäufen einläuten wird. Mit Spannung erwartet wird vor allem die Frage, ob sie schon Signale für den Zeitpunkt einer ersten Zinserhöhung nach der Corona-Pandemie gibt. Die in den USA zuletzt hohe Inflation hatte die Notenbank vor allem mit vorübergehenden Faktoren begründet.

Unter stärkerem Druck stand der australische Dollar. Die Notenbank des Landes schwenkte nach ihrer Zinssitzung zwar auf einen etwas weniger lockeren Kurs ein, sie dämpfte zugleich aber Spekulationen auf eine baldige Zinsanhebung. Die Inflation sei derzeit zwar erhöht, der Anstieg aber wohl nicht nachhaltig, sagte Notenbankchef Philip Lowe. Er sprach von einer ersten möglichen Zinsanhebung im Jahr 2023. Ein rasche Straffung ist damit nicht zu erwarten.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84955 (0,84575) britische Pfund, 132,03 (132,19) japanische Yen und 1,0594 (1,0562) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold wurde am Nachmittag in London mit 1791 Dollar gehandelt. Das waren etwa zwei Dollar weniger als am Vortag.

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