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Devisen: Euro wieder unter 1,13 Dollar - US-Jobdaten viel besser als gedacht

NEW YORK (dpa-AFX) - Deutlich besser als erwartet ausgefallene Arbeitsmarktdaten aus den USA haben der jüngsten Kursrally des Euro <EU0009652759> einen Dämpfer verpasst. Die Gemeinschaftswährung fiel am Freitag wieder unter die Marke von 1,13 US-Dollar. Im New Yorker Handel kostete ein Euro zuletzt 1,1295 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs auf 1,1330 (Donnerstag: 1,1250) US-Dollar festgesetzt, der Dollar damit 0,8826 (0,8889) Euro gekostet.

Mit 1,1384 Dollar hatte der Euro im frühen europäischen Vormittagsgeschäft zeitweise den höchsten Stand seit März erreicht. Danach setzten Gewinnmitnahmen ein, die sich nach Bekanntgabe der US-Jobdaten beschleunigten.

Die Arbeitsmarkt-Entwicklung in den USA im Mai hatte extrem positiv überrascht. Trotz Corona-Krise und entgegen den Markterwartungen sank die Arbeitslosigkeit in der größten Volkswirtschaft der Welt. Zudem bauten die Unternehmen wieder Beschäftigung auf, nachdem sie im Vormonat massiv Stellen gestrichen hatten.

Die zuvor veröffentlichten deutschen Auftragseingänge in der Industrie und die spanische Industrieproduktion waren zwar stärker als erwartet eingebrochen, hatten den Euro aber unter dem Strich kaum belastet.