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'Deutschlandtrend': Kaum Bewegung bei Sonntagsfrage

·Lesedauer: 2 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Zwölf Wochen vor der Bundestagswahl gibt es einer Umfrage von Infratest dimap zufolge bei der Parteienpräferenz kaum Bewegung. Würde an diesem Sonntag gewählt, kämen CDU und CSU laut dem vom Institut erhobenen ARD-"Deutschlandtrend" wie im Vormonat auf 28 Prozent der Stimmen. Zweitstärkste Kraft wären die Grünen, die ebenfalls unverändert bei 20 Prozent landen würden. Dahinter folgen in der Wählergunst die SPD mit 15 Prozent (+1), die FDP mit 11 (-1) und die AfD mit ebenfalls 11 (-1) Prozent. Die Linke liegt unverändert bei 7 Prozent. Alle anderen Parteien kommen zusammen auf 8 Prozent (+1).

Wahlumfragen sind generell immer mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Das Institut gibt eine statistische Fehlertoleranz von zwei bis drei Prozentpunkten an. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf den Wahlausgang.

Der Wunsch nach umfassenden Veränderungen ist im Vergleich zur Zeit vor der letzten Bundestagswahl 2017 gestiegen. Auf die Frage, ob sie sich nach der Bundestagswahl "einen grundlegenden Wandel" wünschten, "einige Kurskorrekturen" oder ob "alles im Wesentlichen so bleiben" sollte wie es ist, sprachen sich 34 Prozent (+15) für einen grundlegenden Wandel aus. 57 Prozent (-11) wünschen sich Kurskorrekturen, 7 Prozent (-4) sehen keinen Veränderungsbedarf.

Könnten die Deutschen ihren Kanzler oder ihre Kanzlerin direkt bestimmen, würden sich die meisten für Olaf Scholz (SPD) entscheiden: 29 Prozent (+3 Punkte im Vergleich zum Vormonat). Für Armin Laschet (CDU) würden 28 Prozent stimmen (-1), Annalena Baerbock (Grüne) käme auf 18 Prozent (+2). Ein Viertel der Befragten machte keine Angaben oder antwortete mit "weiß nicht".

In der Corona-Pandemie machen sich der Umfrage zufolge 62 Prozent sehr große oder große Sorgen, dass die Infektionen in den kommenden Wochen wieder deutlich steigen könnten. Knapp zwei Drittel (64 Prozent) zeigen sich wegen neuer Varianten des Coronavirus wie der sogenannten Delta-Mutation besorgt. 79 Prozent der Wahlberechtigten und 89 Prozent der Eltern mit schulpflichtigen Kindern befürchten im Zusammenhang mit der Pandemie Beeinträchtigungen in der Entwicklung von Kindern.

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