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Deutschlands UN-Jubiläum: Botschafterin sieht 'globale Zeitenwende'

NEW YORK (dpa-AFX) -Anlässlich des 50-jährigen Jahrestags der Aufnahme Deutschlands in die Vereinten Nationen hat Botschafterin Antje Leendertse neue Wege der internationalen Diplomatie gefordert. "Es geht um Partizipation vor allem der Entwicklungsländer. Es geht um mehr Mitgestaltung und Rechte des sogenannten Globalen Südens", sagte Leendertse der Deutschen Presse-Agentur. Sie betonte dabei, dass sich die globale Ordnung hin zu einer multipolaren Welt entwickele, in der die Länder Afrikas, Lateinamerikas sowie des Nahen Ostens und Südasiens an Gewicht gewönnen.

Hier gebe es die Bereitschaft, die bisherige Politik zu ändern: "Das wäre dann in Analogie zur "Zeitenwende" in Deutschland eine "globale Zeitenwende"", so Leendertse weiter. In die Zukunft blickend sei eine Anpassung des Systems der Vereinten Nationen und ihrer Charta auch aus anderen Gründen wichtig: "Wir haben viele Felder, zum Beispiel den Weltraum, Künstliche Intelligenz oder die Digitalisierung, für die es keine verbindlichen Regeln oder auch nur einen Verhaltenskodex gibt." Hier brauche es Verständigung. Bundeskanzler Olaf Scholz hatte das Wort "Zeitenwende" nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine für den danach notwendigen neuen politischen Kurs Berlins geprägt.

Die Bundesrepublik Deutschland und die Deutsche Demokratische Republik waren am 18. September 1973 von der UN-Generalversammlung als offizielle Mitglieder in die Organisation gewählt worden. Die Vereinten Nationen waren nach dem von Deutschland provozierten Zweiten Weltkrieg mit den Siegermächten USA, Russland, Großbritannien und Frankreich sowie mit China als Ständige Mitglieder gegründet worden. Das Ziel war es, künftige Kriege dieser Tragweite zu verhindern.