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Deutschlands Exporte im August weiterhin unter Vorkrisenniveau

·Lesedauer: 2 Min.
Containerterminal in Hamburg
Containerterminal in Hamburg

Die deutschen Exporte haben auch im August noch nicht wieder das Vorkrisenniveau erreicht. Gegenüber Februar, dem Monat vor Beginn der coronabedingten Einschränkungen, lagen die Ausfuhren um 9,9 Prozent niedriger, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Die Importe waren um 6,4 Prozent niedriger. Die Wirtschaft fürchtet wegen der steigenden Corona-Infektionszahlen weltweit neue Belastungen zum Jahresende.

Die Exporte waren zu Beginn der coronabedingten Einschränkungen im März um fast zwölf Prozent und im April um fast 24 Prozent jeweils gegenüber dem Vormonat eingebrochen. Seit Mai erholen sich die Ausfuhren langsam. Von Juli bis August legten die Exporte laut Statistik um 2,4 Prozent zu. Die Entwicklung bei den Importen war ähnlich; hier lag die Zunahme von Juli bis August bei 5,8 Prozent. 

In Zahlen beliefen sich die Ausfuhren im August auf 91,2 Milliarden Euro, die Importe auf 78,5 Milliarden Euro. Die Außenhandelsbilanz, also der Unterschied zwischen Ex- und Importen, schloss damit mit einem Überschuss von 12,8 Milliarden Euro ab.

Der leichte Exportanstieg sei "vor allem dem wiederaufgeflammten China-Geschäft und den bisherigen Nachholeffekten in Europa zu verdanken", erklärte der Außenwirtschaftschef des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Volker Treier. Laut Statistik lagen die Exporte nach China im August nur 1,1 Prozent unter denen vom Vorjahresmonat; aus der Volksrepublik kamen in dem Monat auch die meisten Importe nach Deutschland. 

Die Ausfuhren in die USA dagegen fielen im August im Jahresvergleich um 21,1 Prozent. Nach Großbritannien exportierten die deutschen Unternehmen im August 7,3 Prozent weniger Waren und Dienstleistungen als vor einem Jahr. Auch die Einfuhren aus den USA und aus Großbritannien sanken.

Der Brexit und die bevorstehende US-Präsidentschaftswahl bringen aus Sicht von BGA-Präsident Anton Börner weitere Risiken mit sich. "Wir dürfen uns nichts vormachen: Wer auch immer die Wahl gewinnt, die transatlantischen Beziehungen werden nicht auf alte Pfade zurückkehren." Der Präsident des Bundesverbands Großhandel, Außenhandel, Dienstleistungen warnte zudem: "Das Corona-Virus lässt die Infektionszahlen momentan wieder weltweit in die Höhe schnellen und kann uns zum Jahresende nochmals einen Strich durch die Rechnung machen." 

DIHK-Außenwirtschaftsexperte Treier forderte am Donnerstag Transparenz und "Augenmaß" bei Reisebeschränkungen: Die Unternehmen litten weiter unter der angespannten Pandemielage in vielen Industriestaaten. "Ohne die Möglichkeit für Geschäftsreisen können vielfach Aufträge oder Investitionen nicht abgeschlossen werden."

dwo/ilo