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Deutschland: Verkauf von Heizungen bricht ein - Verband: Ursache Verunsicherung

KÖLN (dpa-AFX) -Die Heizungsbauer haben in den ersten drei Monaten 2024 in Deutschland fast ein Drittel weniger Anlagen verkauft als noch vor einem Jahr. Der Absatz sei um 29 Prozent auf 217 500 Anlagen zurückgegangen, teilte der Bundesverband der Deutschen Heizungsindustrie (BDH) am Donnerstag in Köln mit.

Der Absatz von Wärmepumpen ging um 52 Prozent zurück, der von Biomasse-Anlagen um 81 Prozent. Bei den Gasheizungen lag das Minus bei 17 Prozent. Allein Ölheizungen legten zu - um 27 Prozent auf 27 500 Anlagen.

Als Hauptgrund für den Absatzrückgang sieht der Verband eine Verunsicherung der Verbraucher. "Vor allem hat die langwierige und öffentliche politische Debatte um den gesetzlichen Rahmen und die Förderung in der Gebäudewärme dafür gesorgt, dass bei den Menschen Vertrauen verloren gegangen ist", erklärte BDH-Hauptgeschäftsführer Markus Staudt laut einer Mitteilung. Zudem sei noch zu wenig bekannt, welche technischen Möglichkeiten das Gebäudeenergiegesetz jetzt biete und wie Heizungen gefördert würden.

64 Prozent der verkauften Anlagen wurden mit Gas betrieben, 13 Prozent mit Öl, 2 Prozent mit Biomasse. Wärmepumpen hatten einen Anteil von 21 Prozent (46 000 Anlagen) aller von Januar bis März verkauften Heizungen.

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Wegen der nachlassenden Nachfrage bei den Wärmeerzeugern und der geringen Neubautätigkeit gab es laut BDH auch bei den Systemkomponenten deutliche Rückgänge. "Fußbodenheizungen und Heizkörper, Speicher, Lüftungssysteme mit Wärmerückgewinnung bis hin zu Abgassystemen verzeichnen durchweg negative Marktverläufe mit einem Minus von bis zu 56 Prozent", hieß es.

Das von Industrie und Handwerk unterstützte Ziel der Bundesregierung von 500 000 Wärmepumpen in diesem Jahr rückt laut BDH in weite Ferne. Der Verband schätzt, dass im laufenden Jahr weniger als 200 000 Wärmepumpen abgesetzt werden.

Neben einer Verbesserung von Förderbedingungen forderte der Verband von der Politik eine breit angelegte Kommunikationskampagne. "Die Verbraucher benötigen klare Informationen über die nun bestehenden Rahmenbedingungen." Nur so könne Verunsicherung abgebaut und verloren gegangenes Vertrauen in die Heizungsmodernisierung zurückgewonnen werden.