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Deutschland nähert sich exponentiellem Virus-Wachstum an: Spahn

Rainer Buergin und Ingo Kolf
·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat angesichts der rapide steigenden Coronavirus-Zahlen gewarnt, dass es immer schwieriger werde, die Infektionswege nachzuverfolgen.

“Das Problem besteht darin, dass aufgrund der Tag für Tag steigenden Zahlen die lokalen Behörden eine Nachverfolgung nicht mehr so durchführen können, wie dies getan werden sollte”, sagte Spahn am Donnerstag im Rahmen eines Bloomberg-Webinars.

Der CDU-Politiker sieht Deutschland an einem Wendepunkt. Bis jetzt sei die Lage unter Kontrolle, “aber wir sind auf dem Weg, sie zu verlieren.”

Die Zahl der Neuinfektionen in Deutschland ist jüngst auf den Rekordwert von 7.173 geklettert, im Vergleich zu 4.464 am Vortag. Die bisherigen Höchstwerte bei den Neudiagnosen in Deutschland hatten Ende März an manchen Tagen bei knapp 7.000 gelegen. Die Gesamtzahl der Todesfälle stieg auf 9.716.

Um die Pandemie im Griff zu behalten, müssten Entscheidungen getroffen und Prioritäten gesetzt werden. Zum Beispiel sei es jetzt wichtiger, Schulen geöffnet zu halten als feiern zu gehen. Vor diesem Hintergrund könne es auch wieder zu vereinzelten Restriktionen kommen. Denn das Virus werde bleiben, solange keine Impfung vorhanden sei. Mit einem Impfstoff sei Anfang nächsten Jahres zu rechnen, allerdings werde die Verteilung Wochen, wenn nicht Monate in Anspruch nehmen, so Spahn.

Die Regierungschefs von Bund und Ländern haben bei einem Treffen im Kanzleramt am Mittwoch Maßnahmen beschlossen, die im Rahmen eines Zwei-Stufen-Modells in Hotspots wieder Kontaktbeschränkungen vorsehen. Deutschland könne sich, “auch ökonomisch, eine zweite Welle wie wir sie im Frühjahr hatten, mit solchen Folgen, nicht leisten”, hatte Bundeskanzlerin Angela Merkel in der Nacht zum Donnerstag nach dem Treffen gesagt.

Spahn machte klar, dass er die Notwendigkeit eines zweiten Lockdowns nicht sehe. “Wir wissen heute mehr als wir im März noch wussten.” Es sei klar gewesen, dass die Infektionszahlen im Herbst und Winter wieder steigen würden, doch mittlerweile wisse man, dass Einkaufen und Haare schneiden mit entsprechenden Schutzmaßnahmen kein hohes Risiko bergen - im Gegensatz zu großen Partys und Familienfeiern.

“Wir sind nicht machtlos gegen das Virus”, sagte Spahn.

(Wiederholung vom Vortag)

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