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Deutschland hat heimliche Schulden in Milliardenhöhe — sie könnten zu einem Fiasko führen

Christoph Damm
Frankfurter Banken

Es sind eigentlich gute Zahlen, die die europäische Statistikbehörte Eurostat jüngst veröffentlicht hat: Die Eurozone ist 2017 so stark gewachsen wie zuletzt vor zehn Jahren. Um 2,5 Prozent zog die Wirtschaft an und erreichte damit einen höheren Wert als Deutschland mit 2,2 Prozent.

Doch es gibt andere Zahlen, die wie ein Damoklesschwert über der Eurozone schweben und nicht in der offiziellen Statistik auftauchen. Sie könnten zu einem Fiasko führen. Die Rede ist von Bürgschaften und Garantien in Billionenhöhe, die die Eurozone aussprechen musste.

Schulden schlummern in Garantien und Bürgschaften

Schon jetzt belaufen sich die Schulden der 28 Mitgliedsstaaten der EU auf 12,5 Billionen Euro. Wird von den Garantien nur ein kleiner Teil fällig, wird das große Löcher in die jeweiligen Haushalte reißen. Diese „heimlichen Schulden“ verteilen sich auf vier Kategorien: Garantien des Staates auf Verbindlichkeiten Dritter, öffentlich-private Partnerschaften, Verbindlichkeiten von Firmen und Notleidende Kredite. 

Diese Kategorien zielen auf verschiedene Risiken ab: Da gibt es Bürgschaften von Finanzministern, Schwierigkeiten bei Projekten, die von Staat und Privatwirtschaft, Probleme bei Unternehmen, an denen der Staat eine Mehrheitsbeteiligung hält oder eben Kredite, die nicht zurückgezahlt werden können. Diese Mischung zeigt, dass die Gefahr für eine Fälligkeit der Bürgschaften aus verschiedenen Bereichen Realität werden könnte.

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