Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    15.459,75
    +204,42 (+1,34%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.032,99
    +39,56 (+0,99%)
     
  • Dow Jones 30

    34.200,67
    +164,68 (+0,48%)
     
  • Gold

    1.776,30
    +9,50 (+0,54%)
     
  • EUR/USD

    1,1985
    +0,0009 (+0,07%)
     
  • BTC-EUR

    51.711,61
    -1.535,32 (-2,88%)
     
  • CMC Crypto 200

    1.394,03
    +2,33 (+0,17%)
     
  • Öl (Brent)

    63,10
    -0,36 (-0,57%)
     
  • MDAX

    33.263,21
    +255,94 (+0,78%)
     
  • TecDAX

    3.525,62
    +8,38 (+0,24%)
     
  • SDAX

    16.105,82
    +145,14 (+0,91%)
     
  • Nikkei 225

    29.683,37
    +40,68 (+0,14%)
     
  • FTSE 100

    7.019,53
    +36,03 (+0,52%)
     
  • CAC 40

    6.287,07
    +52,93 (+0,85%)
     
  • Nasdaq Compositive

    14.052,34
    +13,58 (+0,10%)
     

Deutschland: Gesundheitsausgaben 2020 auf 425,1 Milliarden Euro geschätzt

·Lesedauer: 2 Min.

WIESBADEN (dpa-AFX) - Die Gesundheitsausgaben in Deutschland sind 2020 laut Schätzungen auf die Rekordsumme von 425,1 Milliarden Euro gestiegen. Das wären 14,3 Milliarden Euro oder 3,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden mitteilte. Derzeit sei es aber schwierig, einen "coronaspezifischen Anteil" an den Schätzwerten zu ermitteln.

Eine Ausnahme bilden demnach die knapp 1,6 Milliarden Euro aus der Liquiditätsreserve des Gesundheitsfonds, die teilweise durch den Bund erstattet werden. Diese Ausgaben würden sich hauptsächlich aus drei Bereichen zusammensetzen: Ausgleichszahlungen an die Krankenhäuser für die Bereitstellung von intensivmedizinischen Betten und Beatmungsgeräten (700 Millionen), Schutzmasken nach der Coronavirus-Schutzmasken-Verordnung (491 Millionen) sowie Tests etwa in Gesundheitsämtern, Testzentren oder Reihentests (286 Millionen). Das Bundesamt betont, dass es sich um vorläufige Daten handelt, die sich noch deutlich verändern können.

Weitere coronaspezifische Ausgaben in Höhe von 419 Millionen Euro seien für Tests angefallen, die bei der vertragsärztlichen Versorgung durchgeführt wurden, sowie 731 Millionen Euro pandemiebedingte Erstattungen für außerordentliche Aufwendungen in der Pflege.

Ausgleichszahlungen für pandemiebedingte Einnahmeausfälle beispielsweise der Krankenhäuser sind per Definition nicht in der Gesundheitsausgabenrechnung verbucht. Für sie seien im letzten Jahr 10,6 Milliarden Euro aus der Liquiditätsreserve aufgewendet und größtenteils durch den Bund erstattet worden.

Ebenfalls am Dienstag gab das Statistische Bundesamt die endgültigen Zahlen für die Gesundheitsausgaben im Jahr 2019 bekannt. Diese steigen im Vorjahresvergleich um 4,9 Prozent auf 410,8 Milliarden Euro. Das entspreche einem Wert von 4 944 Euro pro Einwohnerin oder Einwohner, hieß es.

Erstmals sei damit die Grenze von 400 Milliarden Euro überschritten worden, nachdem erst im Jahr 2012 die 300-Milliarden-Euro-Grenze erreicht worden war. Der Anteil der Gesundheitsausgaben am Bruttoinlandsprodukt lag 2019 bei knapp 12 Prozent.