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Deutschland: Firmen beantragten bisher 1,35 Milliarden Corona-Überbrückungshilfe

·Lesedauer: 2 Min.

BERLIN (dpa-AFX) - Kriselnde Kleinunternehmen und mittelständische Firmen haben während der Corona-Pandemie bisher gut 103 000 Anträge auf Überbrückungshilfe gestellt. Insgesamt wurden bis dato Hilfen von rund 1,35 Milliarden Euro beantragt, wie aus einer Übersicht des Bundeswirtschaftsministeriums hervorgeht. Die durchschnittliche Höhe der beantragten Förderung betrage etwa 13 400 Euro.

Damit wird das Programm, für das der Bund insgesamt 25 Milliarden Euro eingeplant hat, bisher nur zu einem kleinen Teil genutzt. Die Auszahlung der Gelder über die Länder lief zuletzt schleppend, auch weil das Verfahren komplex ist. Wegen der nur spärlich abfließenden Überbrückungshilfen hatte die Bundesregierung Mitte September nachgebessert. Bis zum 29. September wurden von den insgesamt rund 103 600 Anträgen etwa 62 500 bewilligt mit einem Fördervolumen von fast 871 Millionen Euro, wie aus der Übersicht hervorgeht. Sie lag dpa vor, zuvor hatte das Nachrichtenportal "The Pioneer" berichtet.

Die Überbrückungshilfen sind Zuschüsse zu den Fixkosten der Unternehmen, die sich an der Höhe des Umsatzrückgangs bemessen. Sie sollen die wirtschaftliche Existenz betroffener Unternehmen, Soloselbstständiger sowie von Freiberuflern sichern. Die Bundesregierung hatte kürzlich diese Zuschüsse bis Jahresende verlängert sowie erhöht und die Zugangsbedingungen vereinfacht.

Demnach können Unternehmen je nach Höhe der Fixkosten für die Monate September bis Dezember bis zu 200 000 Euro an Förderung erhalten. Bisher wurden für die Monate Juni bis August fixe Betriebskosten wie Mieten von insgesamt bis zu 150 000 Euro erstattet, wenn Firmen erhebliche Umsatzausfälle nachweisen konnten. Zudem werden bis zu 90 Prozent der Fixkosten erstattet statt bisher 80 Prozent.

Die Überbrückungshilfe ist neben der seit Juli geltenden, befristeten Mehrwertsteuersenkung ein Eckpfeiler des 130 Milliarden Euro schweren Konjunkturpakets. Bis Ende September hat der Bund insgesamt 70 Milliarden Euro an Corona-Hilfen für Unternehmen bewilligt, wie es in der Übersicht heißt. Der größte Teil entfiel mit 45,3 Milliarden Euro auf Kredite aus dem Sonderprogramm der staatlichen Förderbank KfW.