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Hacker erbeuten Daten bei Angriff auf deutschen Versicherer

·Lesedauer: 1 Min.

(Bloomberg) -- Bei dem Hackerangriff auf Die Haftpflichtkasse VVaG sind offenbar auch Daten entwendet worden.

“Die Ermittlung des Schadens hat bislang ergeben, dass durch den Cyberangriff Daten abgeflossen sind”, teilte das Unternehmen aus der Nähe von Darmstadt am späten Donnerstag mit. “Um welche Daten es sich konkret handelt, wird aktuell von IT-Experten noch ausgewertet.”

Der Versicherer hatte nach dem Hackerangriff seine IT-Systeme am vergangenen Wochenende vom Netz genommen und war danach weder über Internet und Telefon erreichbar. Auch war nur einen eingeschränkter Geschäftsbetrieb möglich.

Inzwischen kann das Unternehmen wieder Anrufe entgegennehmen. Wann der Geschäftsbetrieb vollständig hergestellt ist, sei derzeit noch nicht absehbar.

Mit 380 Mitarbeitern betreut der deutschlandweit aktive Schaden- und Unfallversicherer rund 2 Millionen Versicherungsverträge mit einem Beitragsvolumen von mehr als 200 Millionen Euro.

Ein Sprecher des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) erklärte am Freitag gegenüber Bloomberg, es scheine sich um einen Einzelfall zu handeln. Weitere Angriffe seien dem Verband nicht bekannt.

Nachdem die Homeoffice-Quote bei vielen Unternehmen aufgrund der Pandemie vergangenes Jahr gestiegen war, hatte die Allianz SE vor Schäden durch die Umstellung auf Heimarbeit gewarnt. Ihre Industrieversicherungstochter AGCS hat “einige erste Cyber-Schadenfälle beobachtet, die indirekt auf die Pandemie zurückzuführen sind”, teilte sie im November mit.

Die Zunahme des Homeoffice infolge der Coronakrise begünstigt laut AGCS viele Cyber-Angriffe und schafft neue Möglichkeiten für Kriminelle, sich Zugang zu Netzwerken und sensiblen Informationen zu verschaffen - etwa deshalb, weil diese im heimischen Umfeld nicht so gut geschützt sind wie im Büro.

(Neu: Statement vom GDV im sechsten Absatz)

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