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Deutscher Automarkt leidet auf hohem Niveau

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Flensburg/Berlin (dapd). Der deutsche Automarkt schwächelt - und Besserung ist bis auf weiteres nicht in Sicht. Nach einem schwachen vergangenen Jahr werde auch 2013 "ein herausforderndes Jahr" für die Branche, sagte der Präsident des Verbands der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, am Donnerstag in Berlin. Bereits im Jahr 2012 hatten die Deutschen nach Angaben des Kraftfahrtbundesamts (KBA (KOSDAQ: 024120.KQ - Nachrichten) ) in Flensburg mit 3,08 Millionen Neuwagen 2,9 Prozent weniger Autos zugelassen als 2011. Die Branche könne "mit diesem Ergebnis nicht zufrieden sein", sagte Wissmann.

Besonders heftig traf der Einbruch 2012 den KBA-Daten zufolge das Oberklasse-Segment, wo das Minus bei 13,9 Prozent lag. Gefragt waren dagegen Kleinwagen, die um 20,3 Prozent zulegten, Geländewagen mit einem Plus von 17,4 Prozent und Mini-Vans mit einer um 9,1 Prozent höheren Zulassungszahl.

Für das neue Jahr rechnet der VDA mit einem Autoabsatz in Deutschland von etwa drei Millionen Stück - also einem weiter schrumpfenden Markt. "Mit Wachstum ist also 2013 im Inland nicht zu rechnen, aber auch nicht mit einem Absturz", sagte Wissmann. Zugleich werde der Weltmarkt sein Wachstum von zuletzt vier Prozent 2013 fortsetzen. So werde der weltweite Absatz wohl "in diesem Jahr die 70-Millionen-Marke ins Auge fassen", sagte der VDA-Präsident.

Etwas optimistischer für den deutschen Markt gaben sich die ausländischen Hersteller. "Wenn eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Situation gelingt und sich die bestehende Konsumneigung auch auf den Pkw-Markt überträgt, dann hält der VDIK für das Jahr 2013 über 3,0 Millionen Pkw-Neuzulassungen bis hin zum Ergebnis 2012 für möglich", sagte der Präsident des Importeursverbands, Volker Lange. So habe das Pkw-Geschäft bereits im Dezember - bereinigt um die Zahl der Arbeitstage - leicht über dem Niveau des Vorjahresmonats gelegen.

Die deutschen Hersteller legen ihre Hoffnungen dagegen vor allem auf das Geschäft außerhalb Europas. Der Weltmarkt werde vor allem vom Wachstum in China und den USA angetrieben. So werde die Produktion in Deutschland dank leicht wachsender Exporte 2013 um gut ein Prozent auf etwa 5,4 Millionen Fahrzeuge zulegen. "Wir spüren dabei vor allem die Dynamik der außereuropäischen Märkte", sagte Wissmann.

Trotz eines Rückgangs von zwei Prozent führte VW laut KBA auch 2012 den deutschen Markt an. Die Wolfsburger kamen den Angaben zufolge auf einen Anteil von 21,8 Prozent. Insgesamt lag der Anteil der deutschen Marken auf dem Heimatmarkt bei 64,1 Prozent. Gegen den Trend legten dabei Audi (Other OTC: AUDVF - Nachrichten) um 6,3 und Porsche um 9,8 Prozent in der Zulassungsstatistik zu. Drastisch waren dagegen die Einbrüche bei Ford (NYSE: F - Nachrichten) mit 10,7 und Opel mit 16,1 Prozent.

Unter den Importmarken konnten Renault/Dacia ihre Führungsposition trotz Einbußen von sechs Prozent behaupten. Allerdings holten die Nächstplatzierten Skoda mit einem Plus von 3,2 und Hyundai (KSE: 011760.KS - Nachrichten) mit einem Zuwachs von 16,1 Prozent auf.

(KBA-Statistik im Internet: http://url.dapd.de/UrPgo0 )

dapd

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