Werbung
Deutsche Märkte geschlossen
  • DAX

    17.419,33
    +48,88 (+0,28%)
     
  • Euro Stoxx 50

    4.872,57
    +17,21 (+0,35%)
     
  • Dow Jones 30

    39.131,53
    +62,42 (+0,16%)
     
  • Gold

    2.045,80
    +15,10 (+0,74%)
     
  • EUR/USD

    1,0823
    -0,0005 (-0,04%)
     
  • Bitcoin EUR

    47.129,04
    +50,70 (+0,11%)
     
  • CMC Crypto 200

    885,54
    0,00 (0,00%)
     
  • Öl (Brent)

    76,57
    -2,04 (-2,60%)
     
  • MDAX

    25.999,48
    -100,28 (-0,38%)
     
  • TecDAX

    3.394,36
    -10,65 (-0,31%)
     
  • SDAX

    13.765,66
    -59,10 (-0,43%)
     
  • Nikkei 225

    39.098,68
    +836,48 (+2,19%)
     
  • FTSE 100

    7.706,28
    +21,79 (+0,28%)
     
  • CAC 40

    7.966,68
    +55,08 (+0,70%)
     
  • Nasdaq Compositive

    15.996,82
    -44,80 (-0,28%)
     

Deutsche Wohnimmobilienpreise mit stärkstem Minus seit 60 Jahren

(Bloomberg) -- Die Preise für Wohnimmobilien sind 2023 offenbar so stark gefallen wie noch nie seit Beginn der systematischen Immobilienpreiserfassung in Deutschland vor rund 60 Jahren.

Weitere Artikel von Bloomberg auf Deutsch:

Dies gilt für alle Segmente, zeigt der German Real Estate Index, der vom Kiel Institut für Weltwirtschaft, den Gutachterausschüssen für Grundstückswerte und ECONtribute ermittelt wird. Die Geschwindigkeit und das Ausmaß des gegenwärtigen Preisverfalls seien historisch einmalig.

Auf das Gesamtjahr gesehen fielen demnach die Verkaufspreise in 2023 im Vergleich zum Vorjahr bei Eigentumswohnungen um 8,9%, bei Einfamilienhäusern um 11,3% und bei Mehrfamilienhäusern um 20,1%.

Beim bislang stärksten Rückgang der Preise ab Mitte der 90er Jahre fielen die Verkaufspreise zwar in ähnlichem Ausmaß, brauchten dafür aber rund 10 Jahre, wie es in der am Donnerstag veröffentlichten Studie heißt.

Dem jüngsten Preisverfall vorausgegangen sei eine historisch ebenfalls einmalige Preisrally seit etwa 2009. Seit dieser Zeit sind die Preise — je nach Segment — um das Drei- bis Vierfache angestiegen, bevor dann im Jahr 2022 der schnelle Absturz begann.

„Angesichts des exorbitanten Preisanstiegs seit über 10 Jahren und einem neuen Zinsumfeld ist eine Phase der Preiskorrektur durchaus angebracht und auch im bisherigen Ausmaß gesamtwirtschaftlich nicht besorgniserregend“, sagt Moritz Schularick, Präsident des IfW Kiel.

Die Immobilienmärkte waren vor allem angesichts der stark gestiegenen Zinsen in schwieriges Fahrwasser geraten. Finanzierungen sind teurer geworden, was auf Preise und Bewertungen drückt.

Der am Donnerstag vorgelegte Index wertet die Kaufpreissammlungen der Gutachterausschüsse, die notariell beglaubigte Verkaufspreise enthalten, nach aktuellen wissenschaftlichen Standards aus.

©2024 Bloomberg L.P.