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Deutsche Wohnen verdient wegen des Verkaufs von Wohnungen etwas weniger

BERLIN (dpa-AFX) -Der Immobilienkonzern Deutsche Wohnen DE000A0HN5C6 hat in den ersten neun Monaten aufgrund von Wohnungsverkäufen geringere Mieteinnahmen verzeichnet. Das Ergebnis aus der Wohnungsbewirtschaftung sei im Jahresvergleich um 9,5 Prozent auf 509,8 Millionen Euro zurückgegangen, teilte der MDax DE0008467416-Konzern am Dienstag in Berlin mit. Deutsche Wohnen musste im vergangenen Jahr im Zuge der Übernahme durch den größeren Branchenkollegen Vonovia DE000A1ML7J1 etwa 15 000 Wohnungen vor allem an das Land Berlin verkaufen. Die Vertragsmiete im Gesamtportfolio kletterte hingegen zum 30. September um 3,9 Prozent auf durchschnittlich 7,45 Euro pro Quadratmeter. Die Aktien gaben im Vormittagshandel um gut ein Prozent nach.

In den ersten neun Monaten ging der operative Gewinn (Funds from Operations 1, kurz FFO1) um 2,1 Prozent auf 413,3 Millionen Euro zurück. Der Überschuss legte hingegen um fast neun Prozent auf 913,8 Millionen Euro zu. Dazu trug vor allem eine höhere Bewertung der Immobilien bei. Für das laufende Jahr erwartet Deutsche Wohnen, an der Vonovia rund 87 Prozent hält, einen Rückgang von 553,6 Millionen Euro im Vorjahr auf rund 490 Millionen Euro. Seit dem vierten Quartal 2021 fließt Deutsche Wohnen mit seinen rund 140 000 Wohnungen voll in die Bilanz von Vonovia ein. Deutschlands größter Wohnimmobilienkonzern hatte bereits vergangenen Freitag Zahlen für die ersten neun Monate vorgelegt.

Die Aktien der Deutsche Wohnen haben sich seit der Übernahme etwa im Einklang mit den Papieren von Vonovia, aber auch der anderen deutschen Wohnungsvermieter entwickelt. In den gefallenen Kursen spiegeln sich die Zins- und Inflationsängste am Aktienmarkt wider. Die Aktie der Deutsche Wohnen hat in den vergangenen 12 Monaten fast 56 Prozent ihres Börsenwertes verloren.