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Volksbanken bestätigen Stützungsfall für angeschlagenes Institut

Stephan Kahl
·Lesedauer: 2 Min.

(Bloomberg) -- Die genossenschaftlichen Banken in Deutschland stützen die Volksbank Heilbronn mit einer hohen zweistelligen Millionensumme, nachdem diese unter anderem wegen Zinsgeschäften in die Schieflage geraten war. Das hat Eberhard Spies, Chef der VR Bank Schwäbisch Hall-Crailsheim, in der die Volksbank Heilbronn aufgehen soll, am Freitag gegenüber Bloomberg erklärt.

“Es wurde eine Vereinbarung mit der Sicherungseinrichtung getroffen”, sagte Spies in einem Telefonat. Diese solle durch finanzielle Zuflüsse sicherstellen, dass keine Risiken in das fusionierte Institut übergehen. Neben den Zinssicherungsgeschäften der Volksbank Heilbronn seien auch einige Wertpapiergeschäfte des Instituts und das laufende Kreditgeschäft bei der Analyse berücksichtigt worden. Spies: “Alle Risiken sind nun abgedeckt”.

Die Vertreterversammlungen beider Institute sollen nächsten Monat den Zusammenschluss absegnen, der dann rückwirkend zum 1. Januar 2021 gelten würde. Damit verliert die Volksbank Heilbronn ihre Selbstständigkeit.

Die Sicherungseinrichtung des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken hat die Aufgabe, wirtschaftlichen Schwierigkeiten bei Instituten der genossenschaftlichen Finanzgruppe entgegenzuwirken und so die Kundeneinlagen zu schützen. Dazu beteiligt sie sich notfalls - wie jetzt in Heilbronn - auch an Sanierungsmaßnahmen.

Der Geschäftsbericht der Volksbank Heilbronn für 2019, der erst seit wenigen Monaten verfügbar ist, gibt Anhaltspunkte für die Probleme der Bank. Dort heißt es: “Die in den Jahren 2009 bis 2012, unter Annahme von steigenden Zinsen, abgeschlossenen Zinsswaps zur Steuerung des Zinsbuchs, belasten auf Grund der anhaltenden Niedrigzinsphase weiterhin die Gewinn- und Verlustrechnung deutlich.”

Zur Deckung von Margin-Forderungen und Kurswertschwankungen bei derivativen Finanzinstrumenten wurden dem Geschäftsbericht zufolge auch Wertpapiere an die Zentralbank verpfändet.

Die Börsen-Zeitung hatte am Freitag als erstes über den Stützungsfall der Volksbank Heilbronn berichtet.

(Durchgängig aktualisiert)

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