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Deutsche Verbraucher sind besonders optimistisch

Die Mehrheit der Bundesbürger rechnet im kommenden Jahr mit einer guten finanziellen Lage. Foto: Sebastian Gollnow

Keine spürbare Angst vor einer Rezession: Deutsche Verbraucher bewerten ihre eigene finanzielle Situation entgegen der aktuellen Wirtschaftslage als überraschend positiv. In Europa blicken nur die Dänen noch zukunftsfroher auf das Jahr 2020.

Frankfurt/Main (dpa) - Trotz der jüngsten Konjunktureintrübung in Deutschland blicken die Bundesbürger deutlich zuversichtlicher in die Zukunft als die meisten anderen Europäer. Nur die Dänen sind mit Blick auf die kommenden zwölf Monate noch optimistischer.

Zukunftserwartungen der Konsumenten

Das geht aus einer Umfrage des Marktforschungsunternehmens Nielsen hervor. Nielsen befragt seit 14 Jahren regelmäßig Konsumenten in 64 Ländern nach ihren Zukunftserwartungen und ermittelt danach seinen Verbrauchervertrauensindex. In der jüngsten Rangliste verbesserte sich Deutschland unter den europäischen Nationen vom sechsten auf den zweiten Rang - vor Tschechien und den Niederlanden.

«Die Deutschen blicken optimistisch auf das neue Jahr 2020. Während die Verbraucherstimmung in den letzten Monaten etwas gedämpft war, kündigt sich nun wieder ein Aufwärtstrend an», fasste Nielsen-Manager Jens Ohlig das Ergebnis der Befragung zusammen.

Ergebnisse der Befragung

Rund 59 Prozent der Verbraucher in Deutschland stuften in der Umfrage die eigene finanzielle Lage in den kommenden zwölf Monaten als gut oder sehr gut ein. Zum Vergleich: Europaweit taten dies nur 46 Prozent der Befragten. Ein wenig färben die Gewitterwolken am Konjunkturhorizont allerdings doch auf die Stimmung der Bundesbürger ab. Zwar bewerteten 62 Prozent der Befragten ihre Jobsituation in den kommenden zwölf Monate als gut oder sehr gut. Das lag deutlich über dem europäischen Durchschnitt von 39 Prozent. Doch hatten noch vor drei Monaten sogar 65 Prozent der befragten Bundesbürger ihre Jobperspektive positiv beurteilt.

Haben die Bundesbürger nach der Deckung der Lebenshaltungskosten noch Geld übrig, so geben sie es weiterhin am liebsten für neue Kleidung oder Urlaub aus. Das Sparen spielt der Nielsen-Studie zufolge dagegen in Deutschland eine deutlich geringere Rolle als in den meisten anderen europäischen Ländern.