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Dieses deutsche Startup eifert dem Milliardenerfolg von Auto1 nach

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Autodoc wurde 2008 gegründet und machte vergangenes Jahr 842 Millionen Euro Umsatz und knapp 55 Millionen Euro Gewinn.
Autodoc wurde 2008 gegründet und machte vergangenes Jahr 842 Millionen Euro Umsatz und knapp 55 Millionen Euro Gewinn.

Das Berliner Startup Autodoc geht den nächsten Schritt in Richtung eines möglichen Börsengangs. Nach Informationen von Welt am Sonntag hat sich das Unternehmen Anfang September in eine Aktiengesellschaft umgewandelt. Zugleich haben die drei Gründer die Geschäftsführung abgegeben. Alexej Erdle, Vitalij Kungel und Max Wegner, die den Autoteilehändler 2008 gegründet haben, wechseln mit der AG-Umwandlung in den Aufsichtsrat.

Vorstandschef ist nun der frühere Cinemaxx-Chef und Scout24-Vorstand Christian Gisy. Ihn hatten die Unternehmer im Frühjahr als Co-Geschäftsführer eingestellt. Finanzvorstand ist Bert Althaus, der zuletzt als Finanzchef beim Berliner Unternehmen Spark Networks gearbeitet hat, einem Betreiber großer seriöser Dating-Portale.

Als Vorsitzenden des Aufsichtsrats haben die drei Gründer den Moskauer Investmentbanker Alexej Kletenkov an Bord geholt. Seine Stellvertreterin ist die Siemens-Managerin Ursula Radeke-Pietsch. Erdle, Kungel und Wegner sind Exoten unter den Startup-Gründern in der Hauptstadt, die in der Regel Abschlüsse von privaten Business-Schools vorzuweisen haben.

Mit Kfz-Mechaniker-Ausbildung zum Gründer

Die drei Spätaussiedler sind in Russland geboren und kamen als Jugendliche nach Berlin. Sie haben die Schule mit einem Realschulabschluss verlassen, Erdle beispielsweise hat eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker, Kungel zum Bürokaufmann.

Die Milliardensummen, mit denen viele andere Gründer in Berlin inzwischen von Venture-Capital-Gebern überschüttet werden, sind an ihnen vorbeigegangen. Erdle, Kungel und Wegner haben ihren Online-Handel für Auto-Ersatzteile aus eigenen Mitteln aufgebaut, die Gewinne steckten sie immer wieder ins Unternehmen. So gehört ihnen die Gesellschaft bis heute zu 100 Prozent.

Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Autodoc einen Umsatz von 842 Millionen Euro und einen Überschuss von 54,9 Millionen Euro. Für das Unternehmen arbeiten 4600 Mitarbeiter an fünf Standorten, die eigenen Logistikzentren liegen in Berlin und im polnischen Stettin.

Ob die Gründer Autodoc tatsächlich an die Börse bringen wollen, ist aus dem Unternehmen nicht zu erfahren. Im Februar hatte das Berliner Startup Auto1, ein Online-Gebrauchtwagenhändler, diesen Schritt gemacht. Auf dem Papier wurden dessen Gründer am Tag des Börsengangs zu Milliardären. Ebenfalls im Internet-Handel ist die Berliner Firma Zalando tätig, die jetzt ins Börsenbarometer Dax aufgenommen wurde.

Dieser Artikel erschien zuerst auf Welt.de.

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