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Pfandbriefbank erhöht Vorsorge wegen Corona stark - folgt Aareal

Stephan Kahl

(Bloomberg) -- Bei der Deutschen Pfandbriefbank AG haben die Belastungen aus der Coronakrise im ersten Quartal bei 45 Millionen Euro gelegen. Dahinter stehen vor allem Risikovorsorge und Fair-Value-Bewertungsergebnis, wie das Unternehmen am Mittwoch konkretisierte.

Von der Gesamt-Risikovorsorge von 34 Millionen gehen demnach 32 Millionen Euro auf das Konto der Viruspandemie. Im Vorjahreszeitraum betrug die Vorsorge nur 1 Million Euro. Höhere Credit-Spreads führen darüber hinaus zu einem negativen Fair-Value-Bewertungsergebnis von 17 Millionen Euro - davon 13 Millionen Euro wegen der Viruspandemie.

Die Bank bestätigte am Mittwoch zudem bereits Anfang Mai veröffentlichte vorläufige Zahlen für das erste Quartal. So erzielte sie ein Vorsteuerergebnis von 2 Millionen Euro, verglichen mit 48 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Der Aktienkurs der Deutschen Pfandbriefbank gab am Mittwoch auf Xetra um bis zu 3,7% nach. Zuletzt notierten die Titel noch 3,4% im Minus.

Die Bank geht von einer sukzessiven Aufholung der Marktwerte bei den meisten Immobilienarten über die nächsten Jahre aus. “Wir trauen uns weiter eine gute operative Entwicklung zu, aber die Unsicherheit wegen des volatilen Umfelds erlaubt aktuell keine verlässliche Vorhersage für das Jahr 2020”, erklärte Vorstandschef Andreas Arndt.

Erst am Dienstag hatte die Aareal Bank AG die Risikovorsorge auf mehr als das Zehnfache angehoben - auf 58 Millionen Euro, vergleichen mit 5 Millionen Euro ein Jahr zuvor. Auch sie verwies auf Covid-19.

Mietausfälle und Stundungen von Schuldendiensten angesichts der Coronakrise belasten derzeit die gesamte Branche, wie schon im April der Verband deutscher Pfandbriefbanken gewarnt hatte. Zu seinen über 40 Mitgliedern gehören auch Deutsche Pfandbriefbank AG und Deutsche Bank AG.

(Ergänzt um Kursentwicklung im 4. Absatz, Details zum Ausblick im 5. Absatz)

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