Deutsche Märkte geschlossen

„Deutsche Nebenwerte gerieten unter Druck“

1 / 4

Vom nachgebenden Dax profitieren

Drei Manager, drei Konzepte, drei Portfolios: Die Musterdepots zeigen, wie man den Markt schlagen kann. Ulf Sommer spekuliert auf Kursverluste beim Dax.


Das Redaktionsdepot: Ulf Sommer, Handelsblatt


Das US-Analysehaus Bernstein Research beurteilt die Aktie des Gesundheitskonzerns Fresenius positiv und hat seine Einstufung vor dem wichtigen Gerichtstermin mit Akorn am 9. Juli auf „Outperform“ mit einem Kursziel von 83 Euro belassen. Hintergrund ist, dass Fresenius dem Generika-Hersteller Verstöße gegen Vorgaben der US-Gesundheitsbehörde vorwirft und deshalb die Übernahme platzen ließ. Akorn klagt auf Vollzug der Übernahme. Chancen und Risiken bezüglich des Urteils seien mit Blick auf den Aktienkurs derzeit ausgewogen verteilt, meinen die Bernstein-Experten.




Das Social-Trading-Depot: Alexander Kovalenko, Bayerische Vermögen


Nach einem erfreulichen Start gaben die wichtigsten europäischen Aktienindizes in der zweiten Juni-Hälfte merklich nach. Während der Monatsrückgang beim Euro Stoxx 50 Index mit nur  minus 0,32 Prozent moderat ausfiel, verzeichnete der deutsche Leitindex Dax 30 ein negatives Ergebnis von minus 2,37 Prozent. Noch stärker gerieten die Nebenwerte unter Druck. So musste beispielsweise der SDax einen Monatsverlust von 4,02 Prozent hinnehmen. Der US-amerikanische Leitindex S & P 500 sowie der japanische Nikkei 225 konnten dagegen den Juni mit einer fast identischen Wertsteigerung von aufgerundet 0,5 Prozent abschließen.




Das Privatbank-Depot: Sönke Niefünd, Otto M. Schröder Bank


Das zweite Halbjahr 2018 birgt viele Herausforderungen. Wir erwarten zwar unverändert, dass sich der globale Konjunkturaufschwung fortsetzt, aber seine Dynamik – verglichen mit dem Vorjahr – an Tempo verlieren wird. Dabei dürfte die Schwankungsbreite, innerhalb deren sich die Kapitalmärkte bewegen, weiterhin groß bleiben. Erhöhte Marktschwankungen in Form von Nachrichten- und Kapitalmarktvolatilitäten dürften weiter zunehmen. Anleger müssen lernen, diese bei Anleihen, Gold, Devisen und Aktien auszuhalten. Gerade in volatilen Börsenzeiten sind langfristig ausgerichtete Portfolios mit Qualitätstiteln und konstanten Dividendenzahlungen eine gute Wahl, denn der langfristig denkende, geduldige Anleger hat größere Chancen auf Kursgewinne als der hyperaktive Investor.




Die Regeln der Depots

Die Musterdepots veranschaulichen aussichtsreiche Anlagestrategien und geben Anregungen, mit denen Investoren ihre Renditeziele erreichen können. Im Vordergrund steht nicht ein Wettbewerb zwischen den drei Portfolios, sondern vielmehr die Nachvollziehbarkeit und Transparenz der Anlageentscheidungen für den Leser. Jeder Kommentator startet mit einem fiktiven Anfangskapital von 100.000 Euro. Zu Beginn, am Freitag, dem 31. Januar 2014, wurden mindestens fünf Wertpapiere gekauft. Danach steht es den Kommentatoren frei, wann sie investieren. Es werden Gebühren für Kauf und Verkauf von 0,25 Prozent angenommen und vom Barbestand abgezogen. Zinsen und Dividenden werden dem Barbestand zugebucht. Die Depotzusammensetzung muss sich nicht täglich ändern.


Die Beiträge stellen keine Anlageberatung dar, insbesondere geben sie keine Empfehlung zum Kauf der genannten Wertpapiere. Sie sollen einen Anreiz zum Nachdenken und zur Diskussion über Marktentwicklungen und Anlagestrategien geben.

Die vollständigen Depots finden Sie hier: Handelsblatt-Depot, Social-Trading-Depot, Privatbank-Depot.